Auf einen Blick


Pressemitteilung

327/2012/57/B
München, den 21. November 2012

11,3 Prozent mehr weibliche Studienanfänger im Studienbereich Elektrotechnik

Zahl der Studienanfänger in Bayern weiterhin hoch – Plus 4,3 Prozent Studierende insgesamt

Für das aktuelle Wintersemester hatten sich am 5. November 2012 an Bayerns Hochschulen 334 122 Studierende eingeschrieben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, stieg nach den noch vorläufigen Meldungen die Zahl der Studierenden insgesamt um 4,3 Prozent (13 804 Studierende) im Vergleich zum Vorjahr. Vor zehn Jahren, im Wintersemester 2002/03, wurden noch 230 434 Studierende und damit 45 Prozent weniger gezählt. Für das neue Semester schrieben sich 64 525 junge Menschen erstmals für ein Studium ein. Damit stieg die Zahl der Studienanfänger im Zehnjahresvergleich (Wintersemester 2002/03: 43 186) um etwa 49 Prozent an. Der Anteil der Frauen an den Studienanfängern im ersten Fachsemester beträgt aktuell 48,3 Prozent und ist damit im Zehnjahresvergleich um über einen Prozentpunkt gefallen. Mit einer Zunahme um 11,3 Prozent sticht in diesem Semester der Anteil der Frauen an den Studienanfängerzahlen im Bereich Elektrotechnik hervor.

Anfang November waren an Bayerns Hochschulen 334 122 Studierende eingeschrieben. Für das Wintersemester 2012/13 meldeten die Studentenkanzleien damit 13 804 oder 4,3 Prozent mehr Studenten als im Wintersemester zuvor (320 318). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, fiel nach noch vorläufigen Ergebnissen (Stichtag 5.11.2012) der Zuwachs an den Fachhochschulen (108 970 Studierende) mit 7,2 Prozent höher aus als an den Universitäten (217 198; +2,9 Prozent). An den Bayerischen Kunsthochschulen waren in diesem Wintersemester 3 563 junge Menschen immatrikuliert (+3,1 Prozent), an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht 3 852 (+8,8 Prozent). Im Zehnjahresvergleich hat sich in Bayern die Zahl der Studierenden von 230 434 um 103 688 oder 45,0 Prozent erhöht, das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Stadt Erlangen. Vor allem bedingt durch den doppelten Abiturientenjahrgang in Bayern und die Aussetzung der Wehrpflicht sind die Studierendenzahlen seit 2011 deutlich angestiegen. Im Wintersemester 2012/13 begannen 64 525 junge Menschen ein Studium in Bayern. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 11,3 Prozent.

Betrachtet man die Studienanfängerzahlen im ersten Fachsemester nach dem Geschlecht, zeigt sich bei einer Frauenquote von 48,3 Prozent ein insgesamt nahezu ausgeglichenes Verhältnis. Dieses Bild lässt sich nach der Hochschulart und in einem Vergleich mit dem Wintersemester 2002/ 03 weiter differenzieren. So ist der Anteil der weiblichen Studienanfänger an den Universitäten mit 52,3 Prozent (WS 2002/03: 54,3 Prozent) leicht gefallen, hingegen an den theologischen Hochschulen mit 48,0 Prozent (WS 2002/03: 45,7 Prozent) und an den Kunsthochschulen mit 54,2 Prozent (WS 2002/03: 51,5 Prozent) etwas gestiegen. Zugenommen hat auch der Frauenanteil unter Studierenden im ersten Fachsemester an den Fachhochschulen mit 40,6 Prozent (im WS 2002/03: 37,7 Prozent) und an den Verwaltungsfachhochschulen mit 49,1 Prozent (im WS 2002/03: 48,7 Prozent).

Von 92 233 Studierenden im ersten Fachsemester haben sich 7 934 bzw. 8,6 Prozent für ein Fachstudium im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik entschieden. In diesem Studienbereich hat sich die Zahl der Anfänger seit dem Wintersemester 2002/03 mit einem Plus von 98,2 Prozent fast verdoppelt. Noch dynamischer entwickelte sich der Bereich Bauingenieurwesen. Im aktuellen Semester begannen 2002 junge Leute ihr Fachstudium, das waren 149,0 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Die Zahl der weiblichen Studienanfänger stieg hier sogar um 239,2 Prozent. Im Bereich Informatik waren 6,4 Prozent (5 860) aller Erstsemestler eingeschrieben. Die Anfängerzahl war dort seit dem Wintersemester 2002/03 zunächst rückläufig und stieg erst ab 2006/07 wieder an. Insgesamt nahm die Zahl der Anfänger im Zehnjahresvergleich mit 57,3 Prozent jedoch nicht so stark zu wie in anderen Fächern. Der Bereich Elektrotechnik macht mit 3 380 Studierenden einen Anteil von 3,7 Prozent aus und ist seit dem Wintersemester 2002/03 um 65,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist zwar in allen genannten Studienbereichen ein Rückgang der Gesamtzahl zu verzeichnen. Entgegen dieser allgemeinen Entwicklung stieg jedoch der Anteil der Frauen an den Studienanfängerzahlen im Bereich Elektrotechnik um 11,3 Prozent.

Grafische Darstellung: Studienanfängerindex für Bayern seit dem Wintersemester 2000/2001 nach ausgew. Studienbereichen Grafische Darstellung: Studienanfängerindex für Bayern seit dem Wintersemester 2000/2001 nach ausgew. Studienbereichen

Die Ergebnisse für die einzelnen Hochschulen können auch im Internetangebot des Landesamts unter https://www.statistik.bayern.de/statistik/hochschulen/ heruntergeladen werden.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Studierende an den Hochschulen in Bayern – Wintersemester 2012/ 13 – Ergebnisse der Schnellmeldung“ (Bestellnummer: B31213 201200 Preis der Druckausgabe: 4,60 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.