Auf einen Blick


Pressemitteilung

330/2012/36/E
München, den 26. November 2012

Energieverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe in Bayern 2011 leicht gestiegen

Erdgas und Strom nach wie vor wichtigste Energieträger

2011 wurden in bayerischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 388 012 Terajoule (TJ) Energie verbraucht. Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag der Verbrauch bei 4 259 TJ. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung einem Anstieg 1,3 bzw. 3,8 Prozent. Zu den energieintensivsten Branchen zählten die Wirtschaftszweige „Herstellung von Glas, Glaswaren, Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden“ mit einem Anteil von 15,0 Prozent (58 921 TJ) und die chemische und pharmazeutische Industrie mit einem Anteil von zusammen 17,5 Prozent (68 565 TJ). Die wichtigsten Energieträger waren wieder Erdgas und Strom, auf die zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs entfielen. Bemerkenswert fiel auch der starke Rückgang des Heizölverbrauchs aus, der um 37,2 Prozent auf 12 009 TJ zurückging; dessen Anteil lag 2011 nur bei 3,1 Prozent.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden in Bayern in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2011 insgesamt 388 012 Terajoule (TJ) Energie verbraucht. Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag der Energieverbrauch bei 4 259 TJ. Obwohl in den meisten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes gegenüber 2010 ein z. T. deutlicher Verbrauchsrückgang zu verzeichnen war, stieg der dortige Gesamtverbrauch binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent. Im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden war ein Verbrauchsanstieg von 3,8 Prozent zu beobachten.

Wie schon in den vergangenen Jahren entfiel ein Großteil des gesamten Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe auf vier Wirtschaftszweige, nämlich die „Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden“(58 921 TJ), die Papierindustrie (49 806 TJ) und die chemische und pharmazeutische Industrie (zusammen 68 565 TJ).

Die wichtigsten Energieträger waren auch 2011 wieder Erdgas und Strom. Im Verarbeitenden Gewerbe deckten diese beiden Energieträger mit 138 211 TJ bzw. 126 238 TJ zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs ab. Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag deren Anteil sogar bei 84,1 Prozent. Binnen Jahresfrist war in beiden Bereichen ein Anstieg des Erdgasverbrauchs um 2,3 bzw. 10,2 Prozent zu verzeichnen, der Stromverbrauch erhöhte sich im selben Zeitraum um 2,2 bzw. 6,8 Prozent.

Erneuerbare Energien spielten als Ersatz für fossile Energiequellen in den betrachteten Bereichen auch 2011 eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Im Verarbeitenden Gewerbe lag ihr Anteil am Gesamtverbrauch immerhin bei 8,1 Prozent (31 351 TJ) und damit deutlich über dem von Heizöl (3,1 Prozent). Der Verbrauch von Heizöl war dort binnen Jahresfrist sogar um 37,2 Prozent auf 12 009 TJ gesunken. Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden wurden, nicht zuletzt produktionsbedingt, kaum erneuerbare Energieträger eingesetzt (18 TJ bzw. 0,4 Prozent).

Energieverwendung im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau sowie Gewinnung von Steinen und Erden nach Wirtschaftsabteilungen

Erhebung über die Energieverwendung im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau sowie Gewinnung von Steinen und Erden 2011

Nr.
der
Klassi-
fika-
tion1)

Wirtschaftsabteilung

Energieverbrauch2)

insgesamt3)

davon

Strom

Erdgas

Heizöl

Erneuerbare Energien

Sonstige4)

Terajoule (TJ)

 

 

 

 

 

 

 

 

B

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

4 259

1 382

2 201

292

18

366

 

 

 

 

 

 

C

Verarbeitendes Gewerbe

388 012

126 238

138 211

12 009

31 351

80 203

10, 11

H. v. Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung

33 676

9 456

18 286

3 075

416

2 443

13

H. v. Textilien

5 942

1 966

1 498

2 332

16

H. v. Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (o. Möbel)

24 608

2 304

93

139

21 681

391

17

H. v. Papier, Pappe und Waren daraus

49 806

17 911

22 614

8 654

18

H. v. Druckerzeugn.; Vervielfältigung von bespielten

4 285

1 884

2 266

68

5

62

 

Ton-, Bild- und Datenträgern

 

 

 

 

 

20, 21

H. v. chem. u. pharmazeut. Erzeugnissen

68 565

24 993

26 675

10 488

22

H. v. Gummi und Kunststoffwaren

13 473

8 758

3 483

949

91

192

23

H. v. Glas u. Glaswar., Keramik, Verarb. v. Steinen u. Erden

58 921

9 214

25 249

2 407

1 441

20 610

24

Metallerzeugung und -bearbeitung

18 178

8 534

6 069

436

3 139

25

H. v. Metallerzeugnissen

11 048

5 502

2 920

725

485

1 416

26

H. v. Datenverarbeitungsgerät., elektron. u. opt. Erzeugn.

5 148

3 622

795

186

58

487

28

Maschinenbau

16 528

9 168

4 717

820

162

1 661

29

H. v. Kraftwagen und Kraftwagenteilen

21 008

10 961

8 012

336

187

1 512

31

H. v. Möbeln

1 848

807

186

210

598

47

32

H. v. sonstigen Waren

1 946

1 215

395

131

127

78

33

Reparatur und Installation v. Maschinen u. Ausrüstungen

1 307

568

135

67

5

532

 

Übrige WZ

51 725

9 375

14 818

1 310

62

26 159

 

 

 

 

 

 

B, C

Insgesamt

392 271

127 621

140 412

12 301

31 369

80 568

_______________
1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). - 2) Einschl. nichtenergetische Nutzung. - 3) Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in Industriekraftwerken eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen, die sowohl den Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe als auch des erzeugten Stroms umfassen. Aufgrund methodischer Änderungen sowie neuer Rechtsgrundlagen sind die Ergebnisse mit denjenigen bis 2002 nur eingeschränkt vergleichbar. - 4) U.a. Kohlen, Flüssig-, Raffinerie-, Biogas, Diesel, biogene Stoffe, Abfall, Fernwärme, Klärschlamm - ab 2008 erneuerbare Energien gesondert ausgewiesen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.