Auf einen Blick

Pressemitteilung

342/2012/53/H
München, den 05. Dezember 2012

Güterumschlag der Binnenschifffahrt in den ersten neun Monaten um knapp sechs Prozent gesunken

Regensburg Bayerns größter Hafen

Der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt lag in den ersten neun Monaten 2012 bei gut 6,1 Millionen Tonnen und damit 5,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahreszeitraums. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter berichtet, wurden im Maingebiet fast 3,7 Millionen Tonnen verladen (-6,9 Prozent) und im Donaugebiet knapp 2,5 Millionen Tonnen (-4,5 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen am Main waren Aschaffenburg, Lengfurt und Nürnberg, an der Donau waren es Regensburg, Kelheim und Straubing-Sand. 24,3 Prozent der verladenen Güter gehörten zur Abteilung „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ und 22,2 Prozent zu „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“.

Die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg schlugen in den ersten neun Monaten 2012 über 6,1 Millionen Tonnen Güter um, dies waren 5,9 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2011. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden gut 3,7 Millionen Tonnen Güter (-9,2 Prozent) in den bayerischen Häfen ausgeladen und über 2,4 Millionen Tonnen eingeladen (-0,3 Prozent). Der Güterumschlag des Maingebiets betrug knapp 3,7 Millionen Tonnen (-6,9 Prozent) und der Güterumschlag des Donaugebiets fast 2,5 Millionen Tonnen (-4,5 Prozent). Der Main hatte damit einen Anteil von 60 Prozent am Umschlag der bayerischen Binnenschifffahrt und die Donau von 40 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen am Main waren Aschaffenburg mit 589 000 Tonnen (-10,0 Prozent), Lengfurt mit 399 000 Tonnen (+7,3 Prozent) und Nürnberg mit 339 000 Tonnen (+0,2 Prozent). An der Donau waren dies Regensburg, mit nahezu 1,2 Millionen Tonnen (+4,6 Prozent) auch Bayerns größter Hafen, Kelheim (330 000 Tonnen; -8,6 Prozent) und Straubing-Sand (317 000 Tonnen; -31,2 Prozent).

Mit einem Anteil von 1,492 Millionen Tonnen bzw. 24,3 Prozent war „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ die umschlagstärkste Güterabteilung vor „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ mit 1,361 Millionen Tonnen bzw. 22,2 Prozent. An dritter Stelle folgten „Chemische Erzeugnisse etc.“ (728 000 Tonnen; 11,9 Prozent). Anteile von jeweils mehr als einem Prozent am Güterumschlag hatten ferner „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ (9,0 Prozent), „Sonstige Mineralerzeugnisse“ (Glas, Zement, Gips etc.; 8,2 Prozent), „Sekundärrohstoffe, Abfälle“ (7,4 Prozent), „Nahrungs- und Genussmittel“ (5,9 Prozent), „Metalle und Metallerzeugnisse“ (5,0 Prozent), „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas“ (3,2 Prozent) sowie „Holzwaren, Papier, Pappe, Druckerzeugnisse“ (1,5 Prozent).

Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern
von Januar bis September 2011 und 2012
nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

Verkehrsgebiet
------
Hafen

Güterumschlag Januar bis September

2011

2012

1 000 t

1 000 t

Veränderung
gg. 2011 in %

 

 

 

 

 

 

Maingebiet

3 948

3 677

-6,9

dar. 

Nürnberg

338

339

0,2

 

Bamberg

238

223

-6,1

 

Schweinfurt

260

247

-5,3

 

Würzburg

228

210

-8,1

 

Karlstadt

311

284

-8,7

 

Lengfurt

372

399

7,3

 

Aschaffenburg

654

589

-10,0

 

 

 

 

 

Donaugebiet

2 579

2 464

-4,5

dar. 

Kelheim

361

330

-8,6

 

Regensburg

1 116

1 168

4,6

 

Straubing - Sand

461

317

-31,2

 

Deggendorf

306

226

-26,1

 

Passau

272

316

16,3

 

 

 

 

 

 

Bayern insgesamt

6 527

6 141

-5,9



Grafische Darstellung des Güterumschlag der Binnenschiffahrt in Bayern von Januar bis Sept. 2012 Grafische Darstellung des Güterumschlag der Binnenschiffahrt in Bayern von Januar bis Sept. 2012

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Binnenschifffahrt in Bayern im September 2012". Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.
Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.