Auf einen Blick


Pressemitteilung

348/2012/55/A
München, den 13. Dezember 2012

Zunahme der Krankenhausbehandlungen wegen Fettsucht

Gleichzeitig Rückgang der stationären Behandlungen von Adipositas-Patienten in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 2 059 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose Adipositas („Fettsucht“) durchgeführt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entspricht dies einer Zunahme um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bzw. von rund 18 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Der Anteil der Behandlungen weiblicher Patienten betrug rund 64 Prozent. Bei 1 040 Krankenhausbehandlungen – das waren rund 51 Prozent aller Fälle – waren die wegen Adipositas behandelten Personen zwischen 40 und 59 Jahren alt. In den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wurden im Jahr 2011 weitere 4 214 Behandlungsfälle mit der Hauptdiagnose Adipositas ermittelt. Dies entsprach einem Rückgang von nahezu 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um acht Prozent gegenüber 2003.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2011 in den bayerischen Krankenhäusern 2 059 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose Adipositas durchgeführt, rund 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Blick auf die mehrjährige Entwicklung zeigt ausgehend von 1 750 Behandlungsfällen im Jahr 2000 einen wellenförmigen Anstieg, zurückzuführen vor allem auf die Behandlung von Patienten im Alter zwischen 40 und 59 Jahren. So nahm die Gesamtzahl der vollstationären Behandlungsfälle mit Adipositas von 1 750 im Jahr 2000 um fast 17 Prozent auf 2 059 im Jahr 2011 zu. Die Anzahl der Patienten im Alter zwischen 40 und 59 Jahren nahm dagegen von 646 im Jahr 2000 um 61 Prozent auf 1 040 im Jahr 2011 zu. Bei den unter 20-Jährigen war die Entwicklung in der Tendenz umgekehrt: die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Fettsucht sank von 145 im Jahr 2000 auf 91 im Jahr 2011, d.h. um gut 37 Prozent.

Weit mehr als die Hälfte (64,3 Prozent) aller aufgrund von Adipositas bedingten stationären Behandlungsfälle betraf weibliche Patienten. In nahezu 51 Prozent der Fälle waren die Patienten zwischen 40 und 59 Jahre alt.

In den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) wurden im Jahr 2011 weitere 4 214 Behandlungen von Patienten mit Adipositas durchgeführt, das waren knapp 15 Prozent weniger als im Vorjahr.

Betrachtet man die Entwicklung der vollstationären Behandlungsfälle von Adipositaspatienten in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten, welche erst seit 2003 statistisch erfasst werden, so zeigt sich ausgehend von 4 580 Behandlungsfällen im Jahr 2003 ein wellenförmiger Verlauf bis zum Höchststand im Jahr 2009 mit 5 391 Behandlungsfällen. In den darauffolgenden Berichtsjahren erfolgte ein deutlicher Rückgang bis auf 4 214 Behandlungen im Jahr 2011. Der Gesamtrückgang zwischen den Jahren 2003 und 2011 betrug acht Prozent.

Im Gegensatz zu den Krankenhausbehandlungen sind bei den Behandlungen von Adipositas in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. In etwas über 53 Prozent der Fälle in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen waren die Patienten jünger als 20 Jahre.

Grafische Darstellung: Stationäre Behandlungsfälle von Adipositas-Patienten in bayerischen Krankenhäuser von 2000 bis 2011 Grafische Darstellung: Stationäre Behandlungsfälle von Adipositas-Patienten in bayerischen Krankenhäuser von 2000 bis 2011

Grafische Darstellung: Stationäre Behandlungsfälle von Adipositas-Patienten in bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen von 2003 bis 2011 Grafische Darstellung: Stationäre Behandlungsfälle von Adipositas-Patienten in bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen von 2003 bis 2011

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.