Auf einen Blick


Pressemitteilung

002/2013/35/M
München, den 02. Januar 2013

Inflationsrate in Bayern im Dezember bei 2,2 Prozent

Heizöl deutlich billiger als im Vormonat; Preise für Nahrungsmittel steigen weiter

Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen; im November hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Wie schon in den Vormonaten weisen Nahrungsmittel (+ 4,5 Prozent) eine überdurchschnittlich Steigerungsrate auf. Dabei sind die Preise für Obst (+ 9,8 Prozent) und Gemüse (+ 11,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr besonders stark gestiegen. Aber auch Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 6,5 Prozent) waren spürbar teurer als im Vorjahr. Deutlich abgeschwächt hat sich indessen der Preisauftrieb bei Heizöl (+ 1,3 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 3,6 Prozent. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die saisonal bedingten Preissteigerungen bei Pauschalreisen (+ 22,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 21,9 Prozent). Deutlich günstiger als im Vormonat war indessen Heizöl (- 6,5 Prozent); auch Kraftstoffe (- 1,6 Prozent) waren billiger als im Vormonat.

Verbraucherpreisindex für Bayern von Juli 2011 bis Dezember 2012 Verbraucherpreisindex für Bayern von Juli 2011 bis Dezember 2012

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Dezember 2012 bei + 2,2 Prozent; im voran-gegangenen November hatte sie + 2,1 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 4,5 Prozent erhöht. Dies ist die höchste Steigerungsrate seit Oktober 2008 (+ 4,8 Prozent). Von den Nahrungsmitteln haben sich insbesondere Gemüse (+ 11,3 Prozent) und Obst (+ 9,8 Prozent) spürbar verteuert. Überdurchschnittlich stark gestiegen sind aber auch die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 Prozent) sowie für Fische und Fischwaren (+ 6,5 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Molkereiprodukten und Eiern (- 1,1 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (- 3,4 Prozent) zu beobachten. Von den Speisefetten und -ölen haben sich insbesondere Butter (- 5,7 Prozent) und Margarine (- 4,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 1,3 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 3,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 2,5 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 2,5 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Dezember des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,0 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Dezember auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 16,8 Prozent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 12,0 Prozent), digitale Camcorder (- 7,3 Prozent) und Notebooks (- 5,3 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,9 Prozent gestiegen. Hierzu haben maßgeblich die saisonal bedingten Preissteigerungen bei Pauschalreisen (+ 22,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 21,9 Prozent) beigetragen. Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei Obst
(+ 3,2 Prozent) und Gemüse (+ 3,2 Prozent) zu beobachten. Billiger als im Vormonat waren indessen Heizöl (- 6,5 Prozent) und Kraftstoffe (- 1,6 Prozent).

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Dezember 2012 mit Jahreswerten von 2008 bis 2012 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis Dezember 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.




Ergänzender Hinweis: Revision in der Verbraucherpreisstatistik
Im Januar 2013 erfolgt bundesweit die Umstellung von der bisherigen Basis 2005 auf das neue Basisjahr 2010. Damit verbunden ist eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2010.

Wegen dieser Umstellung kann für Bayern der Verbraucherpreisindex für Januar 2013 nicht wie gewohnt am Ende des Berichtsmonats, sondern erst am 20. Februar 2013 bekannt gegeben werden. Das Statistische Bundesamt wird Ende Januar lediglich ein Schätzergebnis auf Bundesebene vorlegen. Die endgültigen Ergebnisse auf neuer Basis für den Bund insgesamt werden ebenfalls erst am 20. Februar 2013 veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der Überarbeitung des Verbraucherpreisindex steht die Aktualisierung des Wägungsschemas für die Waren und Dienstleistungen. Dieses bildet die Ausgabenanteile für die einzelnen Güterarten an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland ab. Auch die Wägungsschemata für die Geschäftstypen und die Bundesländer werden neu berechnet. Die Gewichtung der Geschäftstypen spiegelt die Bedeutung der verschiedenen Einkaufsstätten im Einzelhandel, wie Fachgeschäfte, Discounter oder Versandhandel wider. Die Gewichtung der Bundesländer bildet deren Anteil an den privaten Konsumausgaben in Deutschland ab. Alle neuen Wägungsschemata beziehen sich auf das Jahr 2010 und bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Überarbeitung konstant, um innerhalb des Fünfjahreszeitraums die Preisentwicklung unbeeinflusst von Änderungen der Ausgabengewichte darstellen zu können.

Im Gegensatz dazu wird die Auswahl der einzelnen Waren und Dienstleistungen, deren Preise für die Indexberechnung erhoben werden, der sogenannte „Warenkorb“, laufend angepasst, damit immer diejenigen Gütervarianten in die Preisbeobachtung eingehen, welche von den Konsumenten aktuell häufig gekauft werden.

Der Zeitpunkt der turnusmäßigen Überarbeitung des Verbraucherpreisindex wird auch genutzt, um methodische Verbesserungen einzuführen (z. B. veränderte Praxis bei der Preisermittlung für Pauschalreisen und Ferienwohnungen).

Der übliche Veröffentlichungstermin erster Ergebnisse für den Verbraucherpreisindex am Ende des Berichtsmonats bzw. am Anfang des Folgemonats wird mit dem Berichtsmonat Februar 2013 wieder aufgenommen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.