Auf einen Blick


Pressemitteilung

005/2013/41/A
München, den 08. Januar 2013

Mehrlingsgeburten 2011 in Bayern

Auf je 57 Geburten kam eine Mehrlingsgeburt

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren im Jahr 2011 in Bayern unter den rund 102 100 Geburten insgesamt 1 813 Mehrlingsgeburten. Damit kam auf jede 57. Geburt in Bayern eine Mehrlingsgeburt. Von den 3 662 Mehrlingskindern waren 3 556 Zwillinge, 102 Drillinge und eine Vierlingsgeburt. Die Mütter von Mehrlingskindern waren zum Zeitpunkt der Geburt mit durchschnittlich 32,5 Jahren etwas älter als Mütter von Einzelgeborenen und mit 79 Prozent war auch der Anteil der verheirateten Mütter bei Mehrlingskindern höher. Die Totgeborenenrate bei Mehrlingsgeburten lag mit 0,60 Prozent höher als bei Einzelgeburten (0,29 Prozent).

Von den über 102 100 Geburten in Bayern im Jahr 2011 entfielen nach Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung insgesamt 1 813 auf Mehrlingsgeburten mit zusammen 3 662 Mehrlingskindern. Davon waren 3 556 Zwillingsgeschwister, 102 Drillingsgeschwister und einmal Vierlingsgeschwister. Damit nahm die Zahl der Mehrlingskinder gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent ab. Auch der Anteil der Mehrlingskinder an allen Geborenen war 2011 mit rund 35 Mehrlingen je 1 000 lebend- oder totgeborenen Kindern niedriger als 2010 mit rund 36. Trotz dieses leichten Rückgangs lag 2011 der Anteil der Mehrlingskinder im langfristigen Vergleich immer noch auf hohem Niveau. So kamen im Jahr 1980 auf 1 000 lebend- oder totgeborene Kinder nur 18 Mehrlingskinder.
Mütter von Mehrlingskindern waren bei der Geburt im Durchschnitt 32,5 Jahre alt und damit etwas älter als Mütter von Einzelgeborenen (31,2 Jahre). Knapp 30 Prozent der Mehrlingsmütter waren zum Zeitpunkt der Geburt bereits 35 Jahre oder älter. Dagegen lag der Anteil der über 35-Jährigen bei Müttern mit einer Einzelgeburt im Jahr 2011 mit rund 24 Prozent deutlich niedriger. Da immer mehr Frauen immer später Mutter werden und gleichzeitig mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft biologisch steigt, kann dies als eine der Ursachen für den Anstieg der Mehrlingsgeburten in den letzten Jahrzehnten gesehen werden. Des Weiteren sind Mehrlingsschwangerschaften eine häufige Begleiterscheinung künstlicher Befruchtungen.
Mehrlingsgeburten kommen im Vergleich zu den Einzelgeburten häufiger in bestehenden Ehen vor als bei nicht verheirateten Müttern. 2011 betrug der Anteil der Mehrlingskinder, die von nicht verheirateten Müttern zur Welt gebracht wurden 21 Prozent. Bei 79 Prozent der Mehrlinge waren die Eltern bei der Geburt miteinander verheiratet. Dagegen lag die Ehelichenquote bei Einzelgeburten mit knapp 74 Prozent deutlich niedriger.
Die Totgeborenenrate ist bei Mehrlingsgeburten erfahrungsgemäß höher als bei Einzelgeburten. Insgesamt lag 2011 die Totgeborenenrate bei 0,30 Prozent, bei Mehrlingskindern betrug sie 0,60 Prozent und bei Einzelgeburten 0,29 Prozent.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.