Auf einen Blick


Pressemitteilung

017/2013/57/O
München, den 22. Januar 2013

2008 wurde durchschnittlich etwa ein Viertel des Einkommens für Wohnen und Energie ausgegeben

Weitere Teilnehmer für die EVS 2013 gesucht um die finanzielle Situation bayerischer Haushalte besser abzubilden

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Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wendeten die bayerischen Haushalte nach den Ergebnissen der letzten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) im Jahr 2008 im Durchschnitt knapp 24 Prozent des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens für Wohnen und Energie auf. Es zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede bei den Haushaltsgruppen. Wie es um die finanzielle Situation der Bayern in diesem Jahr bestellt ist, wird die EVS 2013 zeigen. Zwar sei die Teilnahmebereitschaft als durchaus erfreulich zu bezeichnen, teilte Herr Gerhard Schmidt, zuständiger EVS-Erhebungsleiter mit, allerdings suche das Landesamt zu den bisherigen rund 9 500 Teilnehmern noch weitere Haushalte. Insbesondere Selbstständige, Arbeiterhaushalte mit niedrigerem Einkommen und Mehrgenerationenhaushalte können dazu beitragen, ihre Lebensverhältnisse besser darzustellen.

Nach den Ergebnissen der letzten Einkommens und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2008 lag das Nettoeinkommen eines bayerischen Haushalts durchschnittlich bei 3 248 Euro im Monat. Dabei wurde der umfassende Einkommensbegriff der EVS berücksichtigt, der neben den Erwerbs- und Vermögenseinkommen auch alle öffentlichen und privaten Transferzahlungen, unterstellte Mietzahlungen für selbstgenutztes Wohneigentum sowie Einnahmen aus Vermögensumwandlung und Kreditaufnahmen umfasst.

Für Wohnen, Wohnungsinstandhaltung und Energie wurden rund 771 Euro ausgegeben. Das entsprach knapp 24 Prozent des Nettoeinkommens. Während ein Angestelltenhaushalt dafür durchschnittlich knapp 21 Prozent des Nettoeinkommens aufwendete, lag dieser Wert bei Haushalten von Nichterwerbspersonen wie z.B. Rentner- oder Pensionärs-Haushalten bei etwa 30 Prozent und bei Haushalten von Arbeitslosen bei rund 39 Prozent.

Wie es seit 2008 nach den Kostensteigerungen für Wohnung, Wasser, Elektrizität, Gas und anderen Brennstoffen heuer bei den bayerischen Haushalten aussieht, wird derzeit im Rahmen der EVS erhoben. Anfang Januar hatten sich etwa 13 500 Haushalte bereiterklärt auf freiwilliger Basis ein Haushaltsbuch zu führen. Davon konnten aktuell rund 9 500 direkt in die Erhebung einbezogen werden, teilte der zuständige EVS-Erhebungsleiter Gerhard Schmidt. mit. Um ein repräsentatives Bild der bayerischen Gesamtbevölkerung zeichnen zu können, sucht das Bayerische Landesamt auch weiterhin nach Haushalten, die sich an der EVS 2013 beteiligen.

Insbesondere:

  • Familien, die mit weiteren Personen, wie Kindern über 18 Jahren, Schwiegermutter und/oder Schwiegervater u.Ä. einen gemeinsamen Haushalt bilden
  • Haushalte mit einem Einkommen unter 1 300 Euro
  • Haushalte von Landwirten, Selbstständigen oder Arbeitern
  • Haushalte von Leistungsempfängern und von Nichterwerbstätigen

können durch eine Beteiligung dazu beitragen, dass ihre Lebensverhältnisse noch besser in den EVS-Ergebnissen abgebildet werden können.

Das Führen eines Haushaltsbuchs lohnt sich für die Haushalte nicht nur durch die finanzielle Anerkennung von 60 Euro. Sie profitieren auch selbst von dem Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben. Natürlich werden alle Angaben streng vertraulich behandelt und ausschließlich für statistische Zwecke verwendet.

Interessenten können sich unter www.statistik.bayern.de/evs2013 näher über die EVS 2013 informieren. Sie können sich entweder telefonisch kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 000 44 98 oder direkt per E-Mail über evs2013@statistik.bayern.de mit uns in Kontakt setzen. Auch schriftlich können Sie uns erreichen, Interessenten schreiben hierzu bitte an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Sachgebiet 57, Finkenstraße 3, 90762 Fürth.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.