Auf einen Blick


Pressemitteilung

020/2013/53/G
München, den 25. Januar 2013

China: Vom Import- zum Exportland Bayerns

Bayerische Exporte in den ersten zehn Monaten 2012 bei 12,8 Milliarden Euro, Importe bei 10,7 Milliarden Euro

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lieferte die bayerische Wirtschaft nach vorläufigen Ergebnissen in den ersten zehn Monaten 2012 Waren im Wert von knapp 12,8 Milliarden Euro in die Volksrepublik China. Im Gegenzug bezog sie Waren im Wert von fast 10,7 Milliarden Euro von dort. Die Bedeutung Chinas für die bayerische Wirtschaft stieg in den letzten Jahrzehnten deutlich. China lag 2011 und in den ersten zehn Monaten 2012 sowohl auf der Ausfuhr- (nach den USA) als auch auf der Einfuhrseite (nach Österreich) jeweils auf dem zweiten Rang unter den Handelspartnern Bayerns. Im Jahr 2011 überstiegen die bayerischen Exporte nach China erstmals die Importe aus der Volksrepublik.

Die Volksrepublik China ist eines der wichtigsten Partnerländer für die bayerische Außenwirtschaft. Nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung betrugen die Exporterlöse Bayerns nach China in den ersten zehn Monaten 2012 nahezu 12,8 Milliarden Euro, dies entspricht einem Zuwachs von gut acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Importe aus China gingen im gleichen Zeitraum um rund 6,5 Prozent auf knapp 10,7 Milliarden Euro zurück. China ist damit sowohl auf der Ausfuhrseite, nach den USA, als auch auf der Einfuhrseite, nach Österreich, der zweitwichtigste Handelspartner der bayerischen Wirtschaft. 9,1 Prozent der bayerischen Exporte in den ersten zehn Monaten 2012 gingen nach China und 8,8 Prozent der Importe kamen von dort.

Im Vergleich zum Jahr 2000 nahmen die Exporte nach China 2011 um 584 Prozent zu, die Importe stiegen um 401 Prozent. Die gesamten bayerischen Ausfuhren erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 72 Prozent und die Einfuhren um 71 Prozent.

Die wichtigsten Ausfuhrgüter Bayerns nach China waren in den ersten zehn Monaten 2012 mit einem Wert von gut 3,2 Milliarden Euro „Personenkraftwagen und Wohnmobile“, vor „Maschinen“ (2,7 Milliarden Euro), „Fahrgestellen, Karosserien, Motoren, Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge und dergleichen“ (1,9 Milliarden Euro), „Geräten zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung“ (1,1 Milliarden Euro) und „Mess-, steuerungs- und regelungstechnischen Erzeugnissen“ (0,8 Milliarden Euro).

Die höchsten Erlöse erzielte die chinesische Wirtschaft in Bayern mit „Maschinen“
(2,1 Milliarden Euro), darunter „Büro- und automatische Datenverarbeitungsmaschinen“
(1,6 Milliarden Euro), „Elektronischen Bauelementen“ (1,4 Milliarden Euro), „Bekleidung“ (1,1 Milliarden Euro), „Geräten zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung“
(0,7 Milliarden Euro) und „Spielwaren“ (0,6 Milliarden Euro).


Bayerns Außenhandel mit China seit 1990 in Milliarden Euro Bayerns Außenhandel mit China seit 1990 in Milliarden Euro

Die Ergebnisse der Außenhandelsstatistik werden monatlich im Statistischen Bericht „Ausfuhr und Einfuhr Bayerns“ (G3000C) veröffentlicht. Die Berichte können im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/ als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.