Auf einen Blick

Pressemitteilung

041/2013/41/A
München, den 13. Februar 2013

Knapp 5 Prozent mehr Geburten in der Oberpfalz von Januar bis September 2012

Geburtenüberschuss zeigte sich nur in Oberbayern

In Bayern ist die Zahl der Lebendgeborenen in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 2,5 Prozent auf 77 664 angestiegen. Wie das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, konnte im Vergleich der Regierungsbezirke in diesem Zeitraum die Oberpfalz die höchste Zunahme an Geburten von + 4,8 Prozent verzeichnen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle um 1 958 auf 91 834. Somit kamen im Freistaat von Januar bis September 14 170 Kinder weniger zur Welt als Menschen verstarben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2011 belief sich das Geburtendefizit auf 14 088 Personen.

Von Anfang Januar bis Ende September 2012 kamen in Bayern 77 664 Kinder lebend zur Welt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Zahl der Neugeborenen damit um 1 876 bzw. 2,5 Prozent über dem Wert des gleichen Zeitraums im Vorjahr 2011.

Alle Regierungsbezirke, ausgenommen Unterfranken, registrierten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 Geburtenanstiege. Die deutlichste Zunahme zeigte sich beim Regierungsbezirk Oberpfalz (+ 4,8 Prozent), gefolgt von Oberbayern (+ 3,4 Prozent), Schwaben (+ 2,9 Prozent), Mittelfranken (+ 2,3 Prozent), Oberfranken (+ 1,3 Prozent) und Niederbayern (+ 0,2 Prozent). Einen geringen Geburtenrückgang verbuchte der Regierungsbezirk Unterfranken (- 0,8 Prozent).

Gleichzeitig erhöhte sich in Bayern die Zahl der Sterbefälle um 1 958 auf 91 834. Wie bereits seit 2004 zu beobachten, konnten auf Landesebene die Bevölkerungsverluste durch Tod auf natürlichem Wege, das heißt durch Geburten, nicht ausgeglichen werden. Vielmehr hat sich das Geburtendefizit gegenüber den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 von 14 088 auf 14 170 geringfügig vergrößert.

Auf Ebene der Regierungsbezirke fiel lediglich für Oberbayern die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) weiterhin positiv aus. Aufgrund der deutlichen Zunahme der Geburten und des leichten Anstiegs der Sterbefälle
verbesserte sich der Geburtenüberschuss von + 1 394 auf + 1 645. Die übrigen Regierungsbezirke verzeichneten erneut Geburtendefizite. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr 2011 verbesserte sich allerdings für Schwaben und Mittelfranken die Geborenen-Gestorbenen-Relation geringfügig. Aufgrund der merklich angestiegenen Geburten und der nur leichten Zunahmen bei den Sterbefällen verringerte sich die natürliche Bevölkerungsabnahme in Mittelfranken auf – 2 670 und in Schwaben auf – 2 319.

Alle anderen Regierungsbezirke verbuchten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum etwas gestiegene Geburtendefizite. Der höchste natürliche Bevölkerungsrückgang zeigte sich in Oberfranken (- 3 556), Unterfranken (- 2 799), Niederbayern (- 2 377) und der Oberpfalz (- 2 094).

Lebendgeborene und Gestorbene in Bayern von Januar bis September 2012

Regierungs-
bezirk

Lebendgeborene

Gestorbene

Überschuss der Geborenen bzw. der Gestorbenen (-)

Anzahl

Ver-änderung
in %1)

Anzahl

Ver-änderung
in %1)

Anzahl

Ver-änderung
in %1)

Oberbayern

30 268

3,4

28 623

2,7

1 645

18,0

Niederbayern

6 762

0,2

9 139

0,5

-2 377

1,3

Oberpfalz

6 330

4,8

8 424

4,3

-2 094

2,7

Oberfranken

5 768

1,3

9 324

2,6

-3 556

4,7

Mittelfranken

10 506

2,3

13 176

1,3

-2 670

-2,7

Unterfranken

7 177

-0,8

9 976

2,4

-2 799

11,3

Schwaben

10 853

2,9

13 172

1,4

-2 319

-5,0

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

77 664

2,5

91 834

2,2

-14 170

0,6

1) Gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.