Auf einen Blick


Pressemitteilung

042/2013/57/B
München, den 15. Februar 2013

Rund 4 Prozent mehr Studierende im Wintersemester 2012/2013 an Bayerns Hochschulen

Studienanfängerzahlen sinken, bleiben aber weiter auf hohem Niveau

Im Wintersemester 2012/2013 waren nach den Meldungen der Studentenkanzleien 332 766 Studierende an bayerischen Hochschulen immatrikuliert. Das waren 12 448 oder 3,9 Prozent mehr als im vorangegangenen Wintersemester. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, nahmen 2012 insgesamt 71 322 junge Menschen erstmals ein Studium auf. Im Vergleich zum Studienjahr 2011 mit 85 867 Studierenden im ersten Hochschulsemester war dies ein Rückgang um 16,9 Prozent. Dabei sank die Zahl der Studienanfänger mit - 21,8 Prozent (35 800) erheblich stärker als die der Studienanfängerinnen mit - 11,4 Prozent (35 522).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren für das Wintersemester 2012/2013 an den Hochschulen in Bayern 332 766 Studierende eingeschrieben. Im Vergleich zum vorangegangenen Wintersemester (320 318) stieg nach den noch vorläufigen Meldungen der Studentenkanzleien die Studierendenzahl damit um 3,9 Prozent. Nachdem die Zahl der Studienanfänger im ersten Hochschulsemester bereits im Sommersemester 2012 mit 7 295 erheblich unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahressemesters (13 147) lag, war nun auch im Wintersemester (64 027 Erst- immatrikulierte) nochmals ein Rückgang von 12 Prozent zu verzeichnen. Im gesamten Studienjahr 2012 begannen 71 322 junge Menschen in Bayern erstmals ein Studium. Das waren 16,9 Prozent weniger als im vorangegangen Studienjahr (85 867 Ersteinschreibungen).

Im Studienjahr 2012 begannen 42 146 junge Menschen (- 24 Prozent) an Universitäten und 27 320 (- 4,3 Prozent) an Fachhochschulen ihr Studium. 1 264 Menschen (+ 9,3 Prozent) schrieben sich erstmals an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht ein,
592 (- 18,8 Prozent) fingen ein Studium an den Kunsthochschulen und theologischen Hochschulen Bayerns an.

35 800 oder 50,2 Prozent aller Erstimmatrikulierten im Studienjahr 2012 waren Männer. Während sich in den vorangegangenen Jahren die Zahl der jungen Frauen und Männer,
die ein Studium aufnahmen, in etwa in gleichem Umfang erhöhte, nahm im Studienjahr 2012 die Zahl der Studienanfänger mit - 21,8 Prozent deutlich stärker ab als die der –anfängerinnen
(- 11,4 Prozent).

Bei den aktuell vorliegenden Studierendenzahlen ist zu beachten, dass das vorhergehende Studienjahr durch außergewöhnlich hohe Anfängerzahlen gekennzeichnet war. 2011 mussten Bayerns Universitäten nämlich nicht nur den doppelten Abiturientenjahrgang verkraften.

Wie die unterschiedliche Entwicklung der Zahl männlicher und weiblicher Studienanfänger zeigt, wirkte sich 2011 auch die Abschaffung der Wehrpflicht auf die Zahl männlicher
Studienanfänger entsprechend aus. Insofern war sowohl für junge Frauen als auch Männer für 2012 durchaus ein gewisser Rückgang der Studienanfängerzahlen zu erwarten. Die Zahlen bleiben jedoch weiter auf einem hohen Niveau.

Etwa ein Drittel aller Studienanfänger (24 127 oder 33,8 Prozent) begann 2012 ein Studium in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschaft- und Sozialwissenschaften, 16 041 Studierende
(22,5 Prozent) nahmen ein ingenieurwissenschaftliches Studium auf und 12 238 (17,2 Prozent) schrieben sich in mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen ein. In den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften sanken die Anfängerzahlen (- 24,3 Prozent bzw. - 19,2 Prozent) gegenüber dem vorangegangenen Studienjahr überdurchschnittlich.

Die Ergebnisse für die einzelnen Hochschulen können im Internetangebot des Landesamts unter www.statistik.bayern.de/statistik/hochschulen heruntergeladen werden.

Studienanfängerindex (1. Hochschulsemester) in Bayern seit 2003 nach Geschlecht Studienanfängerindex (1. Hochschulsemester) in Bayern seit 2003 nach Geschlecht

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.