Auf einen Blick


Pressemitteilung

043/2013/54/K
München, den 19. Februar 2013

Jedes vierte Kind in einer Kindertageseinrichtung hat ausländische Wurzeln

Deutliche regionale Unterschiede vorhanden

In Bayern wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung am 1. März 2012 insgesamt 481 788 Kinder in Kindertageseinrichtungen gezählt – darunter 127 807 (26,5 Prozent), bei denen mindestens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren und somit ausländischer Herkunft war. Bei 74 325 Kindern (15,4 Prozent) wurde in den Familien überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Es zeigten sich außerdem auffällige regionale Unterschiede, besonders im Hinblick auf den Vergleich Stadt – Land.

In der Erhebung zu den Kindertageseinrichtungen wird der Sachverhalt Migrationshintergrund anhand von zwei Kriterien erhoben: Zum einen die ausländische Herkunft mindestens eines Elternteils, also die Geburt eines Elternteils im Ausland und zum anderen anhand der in der Familie gesprochenen Sprache. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hatten von den 481 788 Kindern, die zum Stichtag 1. März 2012 in Bayern in einer Kindertageseinrichtung betreut wurden, 127 807 (26,5 Prozent) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren war. Bei 74 325 Kindern – das entspricht 15,4 Prozent – wurde in der Familie überwiegend nicht Deutsch gesprochen.

Regional ergaben sich zum Teil erhebliche Unterschiede – besonders im Hinblick auf die Stadt-Land-Verteilung. So hatte in den Städten Schweinfurt (56,4 Prozent), Nürnberg (54,2 Prozent) und Augsburg (52,8 Prozent) mehr als jedes zweite Kind 2012 mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Die Landkreise Cham (8,9 Prozent) und Freyung-Grafenau (4,9 Prozent) wiesen bei dieser Betrachtung die niedrigsten Anteile auf.

Bei Familien, die sich zu Hause überwiegend in einer Fremdsprache unterhalten, wiesen die Städte Memmingen (39,6 Prozent) und Schweinfurt (36,6 Prozent) die höchsten Quoten auf. Den niedrigsten Anteil hatten die Landkreise Haßberge (3,2 Prozent) und wiederum Freyung-Grafenau (3,1 Prozent).

Betrachtet man das Verhältnis der Städte zu den Landkreisen näher, so fällt auf, dass in fast allen Städten Bayerns der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen höher war als der in den Landkreisen.

Weitere Informationen zu Kindern in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege finden Sie in unserem statistischen Bericht „Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Bayern – 2012“, der in Kürze unter folgendem Link kostenlos abgerufen werden kann:

https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/index.php? themenbereich=4100

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.