Auf einen Blick

Pressemitteilung

061/2013/53/H
München, den 06. März 2013

Güterumschlag der Binnenschifffahrt im Jahr 2012 um knapp zwei Prozent gesunken

Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse wichtigstes Umschlaggut

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im Jahr 2012 bei rund 8,5 Millionen Tonnen und damit 1,7 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurden knapp 5,2 Millionen Tonnen verladen (-1,8 Prozent) und im Donaugebiet gut 3,3 Millionen Tonnen
(-1,6 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen am Main waren Aschaffenburg, Lengfurt und Nürnberg, an der Donau waren es Regensburg, Straubing-Sand und Kelheim. 24,0 Prozent der verladenen Güter gehörten zur Abteilung „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ und 22,1 Prozent zu „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“.

Die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg schlugen im Jahr 2012 rund 8,5 Millionen Tonnen Güter um, dies waren 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2011. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbei-tung weiter mitteilt, wurden nahezu 5,2 Millionen Tonnen Güter (-4,3 Prozent) in den bayerischen Häfen ausgeladen und mehr als 3,3 Millionen Tonnen eingeladen (+2,6 Prozent). Der Güterumschlag des Maingebiets betrug knapp 5,2  Millionen Tonnen
(-1,8 Prozent) und der Güterumschlag des Donaugebiets gut 3,3 Millionen Tonnen
(-1,6 Prozent). Der Main hatte damit einen Anteil von 60,9 Prozent am Umschlag der bayerischen Binnenschifffahrt und die Donau von 39,1 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen am Main waren Aschaffenburg mit 889 000 Tonnen (+1,9 Prozent), Lengfurt mit 547 000 Tonnen (+9,0 Prozent) und Nürnberg mit 464 000 Tonnen (+3,5 Prozent), an der Donau waren dies Regensburg, mit knapp 1,6 Millionen Tonnen (+4,6 Prozent) auch Bayerns größter Hafen, Straubing-Sand (472 000 Tonnen; -25,9 Prozent) und Kelheim (459 000 Tonnen; +1,7 Prozent).

Mit einem Güterumschlag von gut 2,0 Millionen Tonnen bzw. einem Anteil von 24,0 Prozent war „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ die umschlagstärkste Güterabteilung vor „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ mit knapp 1,9 Millionen Tonnen bzw. 22,1 Prozent und vor „Chemische Erzeugnisse etc.“ (953 000 Tonnen; 11,2 Prozent). Über 100 000 Tonnen Güterumschlag zählten ferner „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ (841 000 Tonnen), „Sonstige Mineralerzeugnisse (Glas, Zement, Gips etc.)“ (676 000 Tonnen), „Sekundärrohstoffe, Abfälle“ (606 000 Tonnen), „Nahrungs- und Genussmittel“ (560 000 Tonnen), „Metalle und Metallerzeugnisse“ (393 000 Tonnen), „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas“ (298 000 Tonnen) sowie „Holzwaren, Papier, Pappe, Druckerzeugnisse“ (140 000 Tonnen).


Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern
von Januar bis Dezember 2011 und 2012
nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

Verkehrsgebiet
------
Hafen

Güterumschlag Januar bis Dezember

2011

2012

1 000 t

1 000 t

Veränderung
gg. 2011 in %

 

 

 

 

 

 

Maingebiet

5 276

5 182

-1,8

dar. 

Nürnberg

448

464

3,5

 

Bamberg

296

306

3,4

 

Schweinfurt

331

358

8,2

 

Würzburg

293

311

6,4

 

Karlstadt

399

372

-6,7

 

Lengfurt

502

547

9,0

 

Aschaffenburg

872

889

1,9

 

 

 

 

 

Donaugebiet

3 380

3 326

-1,6

dar. 

Kelheim

451

459

1,7

 

Regensburg

1 495

1 563

4,6

 

Straubing - Sand

637

472

-25,9

 

Deggendorf

376

298

-20,8

 

Passau

346

390

12,8

 

 

 

 

 

 

Bayern insgesamt

8 656

8 508

-1,7



Entwicklung des Güterumschlags der Binnenschifffahrt in Bayern seit 1990 Entwicklung des Güterumschlags der Binnenschifffahrt in Bayern seit 1990

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Binnenschifffahrt in Bayern im Dezember und im Jahr 2012". Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.