Auf einen Blick


Pressemitteilung

062/2013/42/A
München, den 07. März 2013

Zum Internationalen Frauentag am 8. März

Binnen 20 Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der Frauen um rund 20 Prozentpunkte

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren im Jahr 2011 etwa sieben von zehn Frauen (gut 70 Prozent) im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in Bayern erwerbstätig. 1991 lag die Erwerbstätigenquote der Frauen noch bei rund 50 Prozent. Rund 31 Prozent der berufstätigen Frauen und rund fünf Prozent der Männer wiesen einen wöchentlichen Arbeitsumfang von unter 21 Stunden auf. Vier von fünf erwerbstätigen Frauen (81 Prozent) und 54 Prozent der Männer übten einen Beruf im Dienstleistungsbereich aus.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März bekannt gab, waren im Jahr 2011 in Bayern 2,93 Millionen Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren erwerbstätig. Das waren gut
70  Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter. Dies geht aus den Daten des Mikrozensus hervor, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung. Als erwerbstätig im Sinne der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gelten alle Personen im Alter von 15 oder mehr Jahren, die im Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Lohn oder sonstiges Entgelt einer beruflichen Tätigkeit nachgingen bzw. in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis standen oder als Selbständige bzw. mithelfende Familienangehörige arbeiteten.

Im Zwanzigjahresvergleich wird deutlich, dass die Arbeitsmarktbeteiligung beider Geschlechter anstieg, der prozentuale Zuwachs fiel bei den Frauen allerdings größer aus. Im April 1991, dem damaligen Erhebungsmonat des Mikrozensus, ging von den 15- bis unter 65 jährigen Frauen etwa jede zweite einer Erwerbstätigkeit nach. Im Jahr 2011 traf dies bereits auf rund sieben von zehn Frauen zu. Innerhalb von 20 Jahren erhöhte sich die Erwerbstätigenquote der Männer von knapp 67 Prozent auf rund 81 Prozent.

In Bezug auf die normalerweise je Woche geleistete Arbeitszeit in der (Haupt-)Erwerbstätigkeit lassen sich zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede feststellen. Während 2011 rund 31 Prozent der berufstätigen Frauen im Erwerbsalter ein wöchentliches Arbeitspensum von unter 21 Stunden pro Woche aufwiesen, lag der Anteil bei den Männern bei fünf Prozent.

In welchem zeitlichen Umfang Frauen ihren Beruf ausüben, hängt auch davon ab, ob Kinder im Haushalt leben. Rund 73 Prozent der 15- bis unter 65-jährigen Mütter im Freistaat, die ein oder mehrere minderjährige Kinder großzogen, waren erwerbstätig.

Darunter befanden sich allerdings auch Mütter, die vorübergehend – z. B. wegen Mutterschutz oder Elternzeit – beurlaubt waren. Berücksichtigt man lediglich die Mütter, die in der Berichtswoche tatsächlich arbeiteten, so berechnet sich eine Erwerbstätigenquote von rund 62 Prozent. Von diesen gingen rund drei Viertel (gut 75 Prozent) einer Teilzeit- und ein Viertel einer Vollzeitbeschäftigung mit mindestens 32 Arbeitsstunden pro Woche nach.

Der Großteil (81 Prozent) der berufstätigen Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren war 2011 dem Dienstleistungssektor zuzurechnen. Im Produzierenden Gewerbe arbeiteten gut 17 Prozent sowie knapp zwei Prozent in der Land- und Forstwirtschaft bzw. Fischerei.
Dagegen waren Männer seltener im Dienstleistungsbereich (54 Prozent) und stattdessen häufiger im sekundären Sektor (gut 43 Prozent) vertreten.

Gut neun von zehn erwerbstätigen Frauen (knapp 91 Prozent) befanden sich 2011 in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Auf selbständiger Basis verdienten rund acht Prozent der berufstätigen Frauen ihr Geld und gut ein Prozent der Frauen gab an, als mithelfende Familienangehörige tätig zu sein.

Erwerbstätigkeit 15- bis unter 65-Jähriger nach Geschlecht und Wirtschaftsbereichen Erwerbstätigkeit 15- bis unter 65-Jähriger nach Geschlecht und Wirtschaftsbereichen

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht "Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2011", der im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden kann.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.