Auf einen Blick

Pressemitteilung

073/2013/53/G
München, den 15. März 2013

Umsatz im bayerischen Großhandel im Jahr 2012 leicht gesunken

Preisbereinigter Umsatz ging um knapp zwei Prozent zurück

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, verzeichnete der bayerische Großhandel (einschl. der Handelsvermittlung) nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr einen nominalen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent. Nach Berücksichtigung der Preisentwicklung ging der Umsatz um 1,8 Prozent zurück. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 1,4 Prozent. Im Großhandel mit Konsumgütern lag der Umsatz im Jahr 2012 in aktuellen Preisen um 2,5 Prozent unter Vorjahresstand (real: - 4,5 Prozent), im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen nahm der Umsatz hingegen zu (nominal: +1,6 Prozent; real: +0,3 Prozent).

Laut Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sank der Umsatz im bayerischen Großhandel (einschl. der Handelsvermittlung) nach vorläufigen
Ergebnissen im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr nominal um 0,3 Prozent und real um 1,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 1,4 Prozent, wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,3 Prozent zunahm und die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 5,1 Prozent.

Im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) ging der nominale Umsatz um 2,5 Prozent zurück, nach Preisbereinigung lag der Umsatz um 4,5 Prozent unter dem Vorjahresstand. Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen(Produktionsverbindungshandel) nahmen hingegen nominaler (+1,6 Prozent) und realer (+0,3 Prozent) Umsatz zu.

In der weiteren Untergliederung sind deutliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen feststellbar: In aktuellen und bereinigten Preisen betrachtet über dem Vorjahresstand lagen der Umsatz der Handelsvermittlung sowie der Umsatz des Großhandels mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren. Einen nominalen Umsatzrückgang bei gestiegenem realem Umsatz verzeichnete der Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik. Die Umsätze des Großhandels mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, des sonstigen Großhandels und des Großhandels ohne ausgeprägten Schwerpunkt nahmen zwar in aktuellen Preisen zu, in bereinigten Preisen jedoch ab. Nominal und real betrachtet weniger als im Vorjahr verkauften der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern und der Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör.


Umsatz und Beschäftigte der Handelsvermittlung und des Großhandels in Bayern im Jahr 2012

- Vorläufige Ergebnisse -

 

Wirtschaftszweig

Januar bis Dezember

Umsatz

Beschäftigte

davon

nominal

real

Vollzeit-
beschäftigte

Teilzeit-
beschäftigte

Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum in %

 

 

Handelsvermittlung und Großhandel insgesamt

 

-0,3

-1,8

1,4

0,3

5,1

dav.

Handelsvermittlung

 

5,8

4,1

4,9

5,1

4,6

 

Großhandel (mit)

 

   landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren

 

13,0

3,3

2,6

-0,2

7,7

   Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren

 

2,1

-0,5

2,1

1,3

4,7

   Gebrauchs- und Verbrauchsgütern

 

-5,9

-6,9

2,1

0,6

6,5

   Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik

 

-0,6

3,4

-8,5

-9,5

0,9

   sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör

 

-1,4

-3,6

4,8

4,2

7,6

   Sonstiger Großhandel

 

1,8

-1,1

3,4

2,6

7,1

   ohne ausgeprägten Schwerpunkt

 

0,1

-3,6

-5,2

-5,3

-4,7

 

Großhandel zusammen (ohne Handelsvermittlung)

 

-0,4

-2,0

1,1

0,0

5,2

 

dav.

mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen*)

 

1,6

0,3

1,1

0,0

6,5

mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel)

 

-2,5

-4,5

1,1

0,0

4,5

__________________

 

 

*) Produktionsverbindungshandel




Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Umsatz und Beschäftigte im bayerischen KfzHandel und Großhandel im Dezember 2012“. Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/ als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Die nachgewiesenen vorläufigen Ergebnisse werden laufend aktualisiert. Diese Revisionen entstehen durch statistische Informationen aus verspäteten Mitteilungen der befragten Unternehmen.

Mit dem Berichtsmonat September 2012 wurde die monatliche Großhandelsstatistik von einer Stichprobenerhebung in eine Vollerhebung im Mixmodell überführt. Beim Mixmodell werden große Unternehmen direkt befragt, während Angaben zum Umsatz und zur Anzahl der Beschäftigten der übrigen Unternehmen die Finanzverwaltungen und die Bundesagentur für Arbeit liefern.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.