Auf einen Blick

Pressemitteilung

076/2013/32/A
München, den 19. März 2013

Erwerbstätige in Bayern leisten 2012 9,7 Milliarden Stunden

Arbeitsvolumen steigt um 0,9 Prozent, Arbeitszeit je Erwerbstätigem rückläufig

Die Erwerbstätigen in Bayern leisteten nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Jahr 2012 rund 9,7 Mrd. Stunden Arbeitszeit ab. Gegenüber dem Vorjahr stieg damit das Arbeitsvolumen um 0,9 Prozent. Überdurchschnittlich war der Anstieg in den Dienstleistungsbereichen mit 1,2 Prozent und im Baugewerbe mit 1,1 Prozent. Rückläufig war das Arbeitsvolumen in der Land- und Forstwirtschaft mit -1,1 Prozent. Da die Zahl der Erwerbstätigen schneller stieg als das Arbeitsvolumen, sank die im Durchschnitt von jedem Erwerbstätigen geleistete Stundenzahl um 0,7  Prozent auf 1 397 Stunden.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, stiegen im Jahr 2012 die von den Erwerbstätigen in Bayern abgeleisteten Stunden um 0,9 Prozent auf 9,7 Mrd. an. Damit verzeichnete Bayern von allen Flächenländern den größten Zuwachs. Deutschlandweit stieg das Arbeitsvolumen um 0,4 Prozent. In den alten Bundesländern (ohne Berlin) betrug der Zuwachs 0,5 Prozent, in den neuen Bundesländern (mit Berlin) blieb das Arbeitsvolumen hingegen weitestgehend unverändert. Ohne Berlin nahm das Arbeitsvolumen in den neuen Bundesländern um 0,6 Prozent ab.

Am stärksten nahm das Arbeitsvolumen in den Dienstleistungsbereichen zu (+1,2 Prozent). Es folgen das Baugewerbe (+1,1 Prozent) und das Verarbeitende Gewerbe (+0,4 Prozent). Rückläufig war das Arbeitsvolumen in der Land- und Forstwirtschaft (-1,1 Prozent).

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Bayern im Jahr 2012 um 1,6 Prozent und lag damit oberhalb des Anstiegs des Arbeitsvolumens. Daher sanken die im Durchschnitt von jedem Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden um 0,7 Prozent auf 1 397 Stunden ab. Die durchschnittlich von den Erwerbstätigen geleisteten Stunden sanken in allen Bundesländern. Dabei entsprach der bayerische Rückgang dem deutschlandweiten Wert. Damit setzte sich eine während der gesamten letzten Dekade zu beobachtende Tendenz fort. Im Jahr 2000 wurde im Durchschnitt in Bayern noch 1471 Stunden gearbeitet. Eine deutliche Zunahme der Stundenzahl hatte es lediglich mit dem Abbau der rezessionsbedingten Kurzarbeit im Jahr 2010 gegeben.

Die hier vorgelegten Daten beruhen auf einer aktualisierten Berechnung des Arbeitsvolumens 2012 des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zum Arbeitsvolumen können auf der Homepage des AK ETR unter http://www.ak-etr.de/ abgerufen werden.




Arbeitsvolumen und Arbeitsvolumen je Erwerbstätigem 2012 in den Bundesländern und in Deutschland

Land

Arbeitsvolumen 2012

Stunden je Erwerbstätigem 2012

Insgesamt in Mrd. Stunden

Änderung gegenüber dem Vorjahr in %

insgesamt

Änderung gegenüber dem Vorjahr in %

Baden-Württemberg

7,97

0,6

1372

-0,6

Bayern

9,70

0,9

1397

-0,7

Berlin

2,56

2,1

1455

-0,5

Brandenburg

1,60

-0,4

1491

-0,6

Bremen

0,57

0,2

1370

-1,0

Hamburg

1,68

1,1

1443

-0,5

Hessen

4,51

0,2

1396

-0,9

Mecklenburg-Vorpommern

1,09

-0,8

1499

-0,5

Niedersachsen

5,24

0,7

1372

-0,6

Nordrhein-Westfalen

12,09

0,2

1358

-0,7

Rheinland-Pfalz

2,61

0,1

1355

-0,8

Saarland

0,71

-0,3

1361

-0,8

Sachsen

2,92

-0,3

1478

-0,8

Sachsen-Anhalt

1,49

-1,4

1485

-0,6

Schleswig-Holstein

1,82

0,3

1392

-0,3

Thüringen

1,56

-0,5

1503

-0,6

Deutschland

58,12

0,4

1397

-0,7

 

 

 

 

 

Nachrichtlich:

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

46,89

0,5

1378

-0,7

  – einschl. Berlin

49,45

0,6

1382

-0,7

Neue Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

8,66

-0,6

1489

-0,7

  – einschl. Berlin

11,22

0,0

1481

-0,6

Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.