Auf einen Blick

Pressemitteilung

086/2013/32/P
München, den 27. März 2013

Verhaltenes Wirtschaftswachstum in Bayern im Jahr 2012

Bruttoinlandsprodukt wächst preisbereinigt um 0,7 Prozent

Das Wirtschaftswachstum in Bayern verlief im Jahr 2012 gemächlich. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,7 Prozent zu und blieb damit deutlich hinter der mit 4,6 Prozent sehr hohen Wachstumsrate des Jahres 2011 zurück. Die Abschwächung des Wachstums ist vor allem auf das Produzierende Gewerbe zurückzuführen, dessen Bruttowertschöpfung um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert sank. Deutlich besser schnitten die Dienstleistungsbereiche mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent ab. Die Bruttowertschöpfung in der Land- und Forstwirtschaft verminderte sich um 0,4 Prozent.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung nahm das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 in Bayern preisbereinigt um 0,7 Prozent zu. Es blieb damit deutlich hinter dem Wirtschaftswachstum des Jahres 2011 zurück, das mit 4,6 Prozent sehr hoch ausgefallen war.

Das verhältnismäßig geringe Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 hing vor allem mit einer schwachen Entwicklung im Produzierenden Gewerbe zusammen. Gegenüber dem Vorjahr sank hier die Bruttowertschöpfung um 0,9 Prozent. In den Dienstleistungsbereichen erhöhte sich hingegen die Bruttowertschöpfung um 1,7 Prozent. Besonders gut schnitt hier der Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswirtschaft“ mit 2,3 Prozent ab. Die beiden weiteren Dienstleistungsbereiche „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ sowie „Öffentliche und sonstige Dienstleister; Erziehung und Gesundheit; Private Haushalte“ verzeichneten jeweils einen Zuwachs um 1,3 Prozent. Ähnlich wie beim Produzierenden Gewerbe war auch in der Land- und Forstwirtschaft die Bruttowertschöpfung mit -0,4 Prozent rückläufig. Wegen des niedrigen Anteils der Land- und Forstwirtschaft an der gesamten Bruttowertschöpfung wirkt sich der Rückgang jedoch nur geringfügig auf das Wirtschaftswachstum insgesamt aus.

Bayern lag mit seinem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent im Mittelfeld aller Bundesländer. Am stärksten war das Wirtschaftswachstum in Mecklenburg-Vorpommern (+1,9 Prozent). Es folgen die drei Stadtstaaten mit jeweils 1,2 Prozent. Rezessionen gab es in Sachsen, Thüringen und dem Saarland. Deutschlandweit wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent. Dabei schnitten die alten Länder (ohne Berlin) mit 0,7 Prozent besser ab als die neuen Länder (mit Berlin), die ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichneten.

Bei den hier für das Jahr 2012 vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ ( AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zu den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können unter www.statistik.bayern.de/statistik/vgr oder auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de abgerufen werden.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2012(Bestellnummer: 11003 201200, Preis der Druckausgabe: 11,70 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.




Land

Bruttoinlandsprodukt

In jeweiligen Preisen

preisbereinigt

2011

2012

Veränderung 2012 ggü. 2011

2011

2012

Veränderung 2012 ggü. 2011

Baden-Württemberg

  382,8 

  389,5 

1,7 

112,41 

113,13 

0,6  

Bayern

  456,3 

  465,5 

2,0 

113,62 

114,43 

0,7  

Berlin

  101,1 

  103,6 

2,4 

115,94 

117,38 

1,2  

Brandenburg

  56,5 

  57,8 

2,3 

108,76 

109,30 

0,5  

Bremen

  27,0 

  27,7 

2,7 

105,55 

106,80 

1,2  

Hamburg

  93,4 

  95,8 

2,5 

108,41 

109,73 

1,2  

Hessen

  226,2 

  229,7 

1,6 

105,15 

106,14 

0,9  

Mecklenburg-Vorpommern

  35,5 

  36,9 

4,0 

108,43 

110,47 

1,9  

Niedersachsen

  224,3 

  230,0 

2,6 

111,67 

112,72 

0,9  

Nordrhein-Westfalen

  572,3 

  582,1 

1,7 

109,27 

109,69 

0,4  

Rheinland-Pfalz

  114,9 

  117,7 

2,4 

109,71 

110,72 

0,9  

Saarland

  31,5 

  31,7 

0,7 

104,19 

103,77 

-0,4  

Sachsen

  95,4 

  96,6 

1,3 

107,77 

107,46 

-0,3  

Sachsen-Anhalt

  51,5 

  52,8 

2,6 

103,72 

104,22 

0,5  

Schleswig-Holstein

  75,4 

  77,3 

2,5 

108,73 

109,75 

0,9  

Thüringen

  48,6 

  49,3 

1,4 

108,04 

107,71 

-0,3  

Deutschland

 2 592,6 

 2 643,9 

2,0 

110,21 

110,94 

0,7  

darunter nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

 2 204,1 

 2 247,0 

1,9 

110,33 

111,09 

0,7  

      einschl. Berlin

 2 305,2 

 2 350,6 

2,0 

110,57 

111,36 

0,7  

Neue Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

  287,4 

  293,3 

2,1 

107,36 

107,65 

0,3  

      einschl. Berlin

  388,5 

  396,9 

2,2 

109,49 

110,06 

0,5  

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.