Auf einen Blick


Pressemitteilung

087/2013/42/A
München, den 02. April 2013

Tag der älteren Generation am 3. April

Frauenanteil bei den 65-Jährigen oder Älteren beträgt rund 57 Prozent

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anhand der Ergebnisse des Mikrozensus bekannt gibt, lebten in Bayern 2011 rund 2,47 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter waren. Dies entsprach in etwa einem Fünftel der Gesamtbevölkerung Bayerns. 1,40 Millionen (rund 57 Prozent) aller 65-Jährigen oder Älteren waren Frauen. Eine Rente bzw. Pension bezogen 96 Prozent der älteren Personen und bei knapp 87 Prozent der älteren Menschen stellten die Rentenleistun-gen auch den überwiegenden Lebensunterhalt sicher. Im Vergleich zu den Männern bezogen Frauen 2011 ein geringeres persönliches Einkommen und waren häufiger auf eine Unterstützung durch Angehörige angewiesen.

Seit 1968 wird jeweils am ersten Mittwoch im April auf die Verdienste und Lebensleistung älterer Menschen aufmerksam gemacht. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich dieses Tages mitteilt, lebten in Bayern 2011 rund 2,47 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter waren. Dies entspricht in etwa einem Fünftel der Gesamtbevölkerung Bayerns. Der allergrößte Teil der Senioren (95 Prozent) lebte in einem Privathaushalt, fünf Prozent wohnten in Altersheimen, Altenpflegeheimen oder anderen
Gemeinschaftsunterkünften. Diese Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung.

Bevölkerung in Bayern nach Geschlecht und Altersgruppen Bevölkerung in Bayern nach Geschlecht und Altersgruppen

Die derzeitige Seniorengeneration ist von Frauen geprägt. 1,40 Millionen (57 Prozent) aller
65-Jährigen oder Älteren im Freistaat waren weiblich. Der Frauenüberschuss steigt dabei mit zunehmendem Alter immer weiter an. Bei den 65- bis unter 75-Jährigen kamen die Frauen auf einen Anteil von 52 Prozent, bei den 75- bis unter 85-Jährigen waren es bereits rund 59 Prozent. Bei den Hochbetagten ab 85 Jahren betrug das Verhältnis Männer zu Frauen etwa drei zu sieben (72 Prozent Frauen).

Die überwiegende Mehrheit (96 Prozent) der 65-Jährigen oder Älteren bezog im Freistaat eine eigene Rente, Pension oder eine Hinterbliebenenrente bzw. -pension. Rund sechs
Prozent der Seniorengeneration gingen einer Erwerbstätigkeit nach. Von den berufstätigen Senioren erhielten jedoch knapp 88 Prozent gleichzeitig Rentenleistungen, das heißt durch die Erwerbsarbeit konnte ein Zuverdienst erwirtschaftet werden. Insgesamt sicherten Renten und Pensionen für knapp 87 Prozent der älteren Menschen den überwiegenden Lebensunterhalt. Auf Einkünfte von Angehörigen als Hauptquelle des Lebensunterhalts waren fast acht Prozent der älteren Generation angewiesen, wobei sich darunter fast ausschließlich Frauen befanden (96 Prozent). Erwerbseinkommen stellte für rund zwei Prozent der Älteren das Gros des Lebensunterhalts dar. Sonstige Einnahmen wie eigenes Vermögen, Miete, Altenteil oder laufende Hilfe zum Lebensunterhalt machten 2011 für weitere rund vier Prozent der Senioren die hauptsächliche Quelle ihres Lebensunterhalts aus.

Bevölkerung in Bayern im Alter von 65 Jahren oder älter nach monatlichem Nettoeinkommen Bevölkerung in Bayern im Alter von 65 Jahren oder älter nach monatlichem Nettoeinkommen

Die Frauen der älteren Generation haben durchschnittlich mehr Kinder großgezogen und sind seltener kinderlos geblieben als die Frauen nachfolgender Generationen. Daher gingen Frauen im Vergleich zu Männern häufig in geringerem zeitlichem Umfang einer Berufstätigkeit nach, was sich auch in ihrer heutigen Einkommenssituation widerspiegelt. So verfügte im Jahr 2011 etwa jede vierte Frau im Alter von 65 oder mehr Jahren (26 Prozent) über ein persönliches Nettoeinkommen von weniger als 500 Euro pro Monat. Demgegenüber bezogen nur gut drei Prozent der gleichaltrigen Männer ein solches Niedrigeinkommen. Ein Einkommen von 500 bis unter 1 500 Euro wiesen prozentual gesehen in etwa gleich viele Männer und Frauen auf (53 bzw. 55 Prozent). Ein persönliches Nettoeinkommen von 1 500 oder mehr Euro gaben 43 Prozent der Senioren und 19 Prozent der Seniorinnen an.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.