Auf einen Blick


Pressemitteilung

090/2013/36/E
München, den 03. April 2013

Stromerzeugung erhöhte sich 2012 insgesamt um 2,5 Prozent

Starker Anstieg bei erneuerbaren Energieträgern

Im Jahr 2012 wurden in Bayern in Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung brutto 72,7 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt, das waren 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2011. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung steht die Kernenergie dabei mit einem Anteil von 60,1 Prozent an vorderster Stelle. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft) betrug 17,5 Prozent, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 20,7 Prozent entspricht.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erzeugten im Jahr 2012 bayerische Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung brutto 72,7 Millionen MWh Strom, das waren 2,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Netto, d. h. abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke, waren es insgesamt 69,0 Millionen MWh, wovon 9,1 Prozent (6,2 Millionen MWh) in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wurden.

Ein Blick auf die zur Stromerzeugung verwendeten Energieträger zeigt, dass die Kernenergie mit einem Anteil von 60,1 Prozent (43,7 Millionen MWh) an der Bruttostromerzeugung nach wie vor den bedeutendsten Beitrag leistete. Aus Wasserkraft wurden 2012 brutto
12,1 Millionen MWh Strom erzeugt, was mit 16,7 Prozent dem weitgrößten Anteil an der Bruttostromerzeugung entsprach. Erdgas und Erdölgas kamen mit brutto 9,5 Millionen MWh auf einen Anteil von 13,0 Prozent an der gesamten Stromerzeugung und Steinkohle mit
4,4 Millionen MWh auf einen Anteil von 6,0 Prozent.

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft) an der Bruttostromerzeugung in Kraftwerken für die allgemeine Versorgung (ohne die in diesem Bereich besonders zahlreichen Kleinanlagen) lag bei 17,5 Prozent, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 20,7 Prozent entspricht.

Im Jahr 2012 wurde 0,2 Prozent weniger Strom aus Kernenergie erzeugt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Beim Energieträger Erdgas und Erdölgas betrug der Rückgang 12,5 Prozent. Aus Steinkohle wurde im Jahr 2012 um 17,8 Prozent mehr Strom produziert als im Vorjahr. „Gewinner“ waren die erneuerbaren Energieträger, aus denen im Jahr 2012 gut ein Fünftel (+20,7 Prozent) mehr Strom erzeugt wurde als im Jahr zuvor.

Die Nettowärmeerzeugung der Anlagen der allgemeinen Versorgung lag im Jahr 2012 bei insgesamt 12,2 Millionen MWh. Das waren 1,5 Prozent mehr als 2011. Erdgas und Erdölgas gehörten im Jahr 2012 mit einem Anteil von 51,2 Prozent (6,2 Millionen MWh) zu den wichtigsten Energieträgern bei der Wärmeerzeugung. Der Hauptteil (10,7 Millionen MWh) der erzeugten Wärme wurde im Berichtszeitraum durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen (entspricht 87,7 Prozent).

Die hier veröffentlichten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der monatlichen Erhebung über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung der Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen 1 MW oder mehr. Nicht einbezogen sind Industriekraftwerke sowie Kleinanlagen von gewerblichen und privaten Betreibern.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Energiewirtschaft in Bayern;
Teil I: endgültige Monatsergebnisse -1. - 4. Quartal 2012“ (Bestellnummer: E4201C, Preis der Druckausgabe: 5,30 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de),
Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.