Auf einen Blick

Pressemitteilung

104/2013/34/C
München, den 16. April 2013

2012 war für die bayerischen Winzer ein sehr gutes Jahr

78 Prozent der Weine sind Prädikatsweine

Sowohl von der Quantität als auch von der Qualität der bayerischen Weinerzeugung war 2012 ein sehr gutes Jahr. Im vergangenen Jahr wurden von den bayerischen Winzern 463 200 Hektoliter Wein (einschließlich Traubenmost) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren dies fast 30 Prozent oder 104 500 Hektoliter mehr als im Vorjahr. 78 Prozent oder 361 600 Hektoliter waren Qualitätswein mit Prädikat. Bundesweit lag der Anteil der Prädikatsweine lediglich bei einem Drittel.

Im Jahr 2012 haben die bayerischen Winzer gemäß den Meldungen zur Weinbaukartei 463 200 Hektoliter Wein und Traubenmost erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren dies rund 104 500 Hektoliter oder 29,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit schnitten die Winzer in Bayern wesentlich besser ab als im übrigen Bundesgebiet, denn bundesweit sank die Weinerzeugung gegenüber 2011 um gut ein Prozent.

Knapp 80 Prozent der bayerischen Weinerzeugung entfielen auf Weißwein (368 300 Hektoliter), gut ein Fünftel (94 900 Hektoliter) auf Rotwein einschließlich Roséwein und Rotling. Gegenüber 2011 bedeutete dies ein Plus von fast 30 Prozent beim Weißwein und von
26,6 Prozent beim Rotwein.

Der Weinjahrgang 2012 weist in Bayern eine sehr gute Qualität auf. 78,1 Prozent (361 600 Hektoliter) der Gesamterzeugung konnten als Qualitätswein mit Prädikat (z.B. Kabinett, Spätlese, Auslese) deklariert werden. Der Anteil der in Bayern erzeugten Prädikatsweine lag auch im Jahr 2012 wieder deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 33,2 Prozent. Merkliche Unterschiede hinsichtlich der Qualität zeigen sich zwischen Weiß- und Rotwein. Während beim Weißwein gut 85 Prozent (314 400 Hektoliter) den Zusatz „mit Prädikat“ erhielten, waren es bei den bayerischen Rotweinen knapp die Hälfte (47 300 Hektoliter). Weitere 21,5 Prozent der bayerischen Weinerzeugung (99 400 Hektoliter) entfielen auf Qualitätsweine b. A. (bestimmtes Anbaugebiet), sodass lediglich 0,5 Prozent (2 200 Hektoliter) unterhalb der Qualitätsweinstufe blieb.

Gut 99 Prozent (460 600 Hektoliter) der bayerischen Weinerzeugung stammten aus dem Anbaugebiet Franken, lediglich 0,6 Prozent (2 600 Hektoliter) aus den übrigen Gebieten (bayerischer Teil am Bodensee und Untergebiete der Donau in der Oberpfalz).

Zur deutschen Weinerzeugung des Jahres 2012 trugen die bayerischen Winzer 5,1 Prozent bei. Damit belegen sie mit deutlichem Abstand hinter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, deren Winzer zusammen gut neun Zehntel des deutschen Weins erzeugten, den dritten Platz. Deutlich höher war der Anteil Bayerns mit 12,1 Prozent jedoch bei den Prädikatsweinen.

Weinerzeugung in Bayern 2012

 

 

Erzeugter Wein einschl. Most (Süßreserve)

Veränderung
2012
gegenüber
2011

Gebiet

2011

2012

davon

–––

Weißwein

Rotwein

Qualitätsstufe

 

hl

 

%

 

Bayern

 

Wein/Landwein

 

 2 426 

 2 203 

 1 809 

  393 

– 224 

– 9,2 

 

Qualitätswein

 

 103 001 

 99 375 

 52 123 

 47 252 

– 3 626 

– 3,5 

 

 

Qualitätswein mit Prädikat

 

 253 261 

 361 638 

 314 355 

 47 283 

 108 377 

42,8 

 

Insgesamt

 

 358 688 

 463 215 

 368 286 

 94 929 

 104 527 

29,1 

 

Franken

 

Wein/Landwein

 

 2 159 

 1 881 

 1 605 

  276 

– 277 

– 12,9 

 

Qualitätswein

 

 100 171 

 97 223 

 50 518 

 46 705 

– 2 949 

– 2,9 

 

Qualitätswein mit Prädikat

 

 253 074 

 361 503 

 314 227 

 47 276 

 108 429 

42,8 

 

Zusammen

 

 355 404 

 460 607 

 366 350 

 94 257 

 105 203 

29,6 

 

Übrige Gebiete1)

 

Wein/Landwein

 

  268 

  321 

  204 

  118 

  54 

20,1 

 

Qualitätswein

 

 2 829 

 2 152 

 1 605 

  547 

– 677 

– 23,9 

 

Qualitätswein mit Prädikat

 

  187 

  135 

  128 

  7 

– 52 

– 28,0 

 

Zusammen

 

 3 284 

 2 609 

 1 937 

  672 

– 675 

– 20,6 

____________________

1) Bayerischer Teil am Bodensee des Anbaugebiets Württemberg sowie Untergebiete Donau.




Ausführliche Ergebnisse enthält der Mitte des Jahres erscheinende Statistische Bericht C II 5 „Weinwirtschaft in Bayern 2012“. Er kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen (Rubrik: Land- und Forstwirtschaft) als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.