Auf einen Blick

Pressemitteilung

108/2013/55/L
München, den 19. April 2013

Tag des deutschen Bieres am 23. April

Bayerisches Bier im Ausland immer beliebter – Fast jede zweite deutsche Braustätte liegt in Bayern

Am 23. April wird der Tag des deutschen Bieres gefeiert, der an das im Jahr 1516 erlassene bayerische Reinheitsgebot erinnert. Und noch heute ist der Freistaat ein Land der Biertradition: Mit 46,5 Prozent hatten knapp die Hälfte aller deutschen Braustätten 2012 ihren Sitz in Bayern. Diese erzielten mit 22,1 Millionen Hektolitern den zweithöchsten Bierabsatz unter den Bundesländern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, stieg der Bierabsatz trotz Abnahme der Brauereizahl im Vergleich zum Vorjahr minimal an – maßgeblich durch die hohen Exportzahlen. Mit 4,2 Millionen Hektolitern war Bayern 2012 erstmals deutscher Exportmeister.

Der Tag des deutschen Bieres erinnert an das Reinheitsgebot, das der bayerische Herzog Wilhelm IV. am 23. April 1516 in Ingolstadt verkündete und nach dem noch heute in Deutschland Bier gebraut wird. Auch heute noch ist der Freistaat ein Land der Biertradition: Mit einem Anteil von 46,5 Prozent hatte knapp die Hälfte aller deutschen Braustätten ihren Sitz in Bayern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anhand von Ergebnissen der Biersteuerstatistik weiter mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 622 Braustätten im Freistaat betrieben, fünfzehn Brauereien weniger als im Vorjahr
(2011: 637).

Trotz Abnahme der Brauereizahl und rückläufiger Binnennachfrage - die inländischen Verkäufe sanken um zwei Prozent auf 17,8 Millionen Hektoliter Bier - entwickelte sich der Bierabsatz der bayerischen Brauereien positiv. Mit 22,1 Millionen Hektolitern im Jahr 2012 wurde das Vorjahresergebnis minimal übertroffen (+0,05 Prozent). Maßgeblich waren hierbei die Exporte: Im Jahr 2012 verkauften die bayerischen Brauereien gut 4,2 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes ins Ausland, was einem Plus von zehn Prozent zum Vorjahr entspricht. Die Exportquote stieg dadurch auf 19,1 Prozent. Über zwei Drittel der Bierexportmenge, das sind 2,8 Millionen Hektoliter (+5,1 Prozent), wurden in Länder der Europäischen Union exportiert. Die Ausfuhr in Drittländer konnte um 21,3 Prozent auf eine neue Höchstmarke von 1,4 Millionen Hektoliter gesteigert werden und fiel damit fast viermal höher aus als noch vor zehn Jahren.

Mit einem Anteil von 27,6 Prozent am gesamtdeutschen Export stammte 2012 erstmals das meiste ins Ausland verkaufte Bier aus Bayern. Noch vor zehn Jahren lag dieser Anteil mit 14,8 Prozent deutlich niedriger. Bezieht man in den bundesweiten Vergleich zusätzlich den Verkauf auf dem deutschen Binnenmarkt ein, so erzielten die bayerischen Brauereien 2012 erneut den zweithöchsten Bierabsatz insgesamt hinter ihren nordrhein-westfälischen Kollegen (23,9 Millionen Hektoliter).

Die Angaben der Biersteuerstatistik richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Im Bierabsatz ist neben der Eigenproduktion der Brauereien auch das in Deutschland sowie in den Ländern der Europäischen Union hinzu gekaufte Fremdbier enthalten.

Entwicklung des Bierabsatzes in Bayern seit 2003

Jahr

Betriebene Braustätten

Bierabsatz insgesamt

darunter

Verkauf im Bundesgebiet

Ausfuhr zusammen

davon

in

EU-Länder

in

Drittländer

Anzahl

Millionen Hektoliter

2003

  641 

  22,9 

21,0

  1,8 

  1,4 

  0,4 

2004

  630 

  22,6 

20,3

  2,2 

  1,7 

  0,4 

2005

  623 

  22,7 

20,0

  2,6 

  2,1 

  0,5 

2006

  619 

  22,9 

19,9

  2,9 

  2,3 

  0,6 

2007

  629 

  22,9 

19,4

  3,4 

  2,8 

  0,7 

2008

  630 

  22,6 

19,1

  3,5 

  2,7 

  0,8 

2009

  632 

  22,3 

18,9

  3,3 

  2,5 

  0,8 

2010

  637 

  21,6 

18,1

  3,4 

  2,4 

  1,0 

2011

  637 

  22,1 

18,2

  3,8 

  2,7 

  1,2 

2012

  622 

  22,1 

17,8

  4,2 

  2,8 

  1,4 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.