Auf einen Blick


Pressemitteilung

109/2013/55/A
München, den 24. April 2013

Welt-Malaria-Tag am 25. April

Anzahl der Krankenhausbehandlungen wegen Malaria in den letzten elf Jahren um nahezu 60 Prozent gesunken

Im Jahr 2011 wurden in bayerischen Krankenhäusern 120 vollstationäre Behandlungen wegen Malaria als Hauptdiagnose durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren das 18,4 Prozent weniger als im Vorjahr und rund 60 Prozent weniger als noch vor elf Jahren. Der Anteil der männlichen Patienten betrug fast 61 Prozent. Bei 85 der wegen Malaria erforderlichen Behandlungen – das sind 70,8 Prozent – waren die Patienten zwischen 20 und 49 Jahre alt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des
Welt-Malaria-Tages am 25. April mitteilt, wurden im Jahr 2011 in den bayerischen Krankenhäusern 120 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Tropenkrankheit Malaria als Hauptdiagnose durchgeführt. Dies waren rund 18,4 Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 147). Die durchschnittliche Behandlungsdauer war mit 4,4 Tagen um 3,1 Tagen kürzer als der Durchschnitt aller stationär versorgten Kranken.

Betrachtet man die mehrjährige Entwicklung, so sank die Zahl der Behandlungsfälle von 298 Behandlungsfällen im Jahr 2000 fast kontinuierlich auf 120 im Jahr 2008. Erst 2009 und 2010 war jeweils wieder ein leichter Anstieg auf 131 bzw. 147 Fälle zu verzeichnen und nun wieder ein Rückgang.

Deutlich mehr als die Hälfte (60,8 Prozent) aller aufgrund von Malaria bedingten stationären Behandlungsfälle betraf männliche Patienten. Bemerkenswert ist außerdem, dass in fast
71 Prozent aller wegen Malaria durchgeführten Behandlungen die Patienten zwischen 20 und 49 Jahre alt waren.

Stationäre Behandlung von Patienten mit Malaria in bayrischen Krankenhäusern von 2000 bis 2011 nach Altersgruppen Stationäre Behandlung von Patienten mit Malaria in bayrischen Krankenhäusern von 2000 bis 2011 nach Altersgruppen

Hinweis: Da vor dem Berichtsjahr 2000 die Verschlüsselung der Diagnosen noch nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme in der Fassung ICD 9 erfolgte und dadurch eine Kontinuität der Auswertungen über einen längeren Zeitraum nur bedingt gegeben wäre, wird auf eine Darstellung vor 2000 verzichtet.

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“. Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann beim Vertrieb zum Preis von 11,90 € erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.