Auf einen Blick


Pressemitteilung

116/2013/55/A
München, den 03. Mai 2013

Zum Anti-Diät-Tag am 6. Mai

Über 92 Prozent der von Essstörungen Betroffenen sind Frauen

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 2 575 Behandlungen von Patienten mit psychisch bedingten Essstörungen durchgeführt, 3,2 Prozent mehr als 2010 und 16,7 Prozent als elf Jahre zuvor. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren nahezu nur Mädchen und junge Frauen
(92,2 Prozent) betroffen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Anti-Diät-Tages am 6. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2011 in den bayerischen Krankenhäusern 2 575 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit psychisch bedingten Essstörungen als Hauptdiagnose durchgeführt, rund 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2010: 2 496) und rund 16,7 Prozent mehr als im Jahr 2000 (2 207). In 52,6 Prozent der Fälle (1 354 Behandlungen) waren die psychisch bedingten Essstörungen eine Anorexia nervosa (= Magersucht) und in 23,7 Prozent der Fälle (611 Behandlungen) eine Bulimia nervosa (= Ess-Brechsucht). Die durchschnittliche Behandlungsdauer aller psychisch bedingten Essstörungen war mit 50,2 Tagen um 42,7 Tage länger als beim Durchschnitt aller vollstationären Behandlungen.

Mit Blick auf das Alter fällt auf, dass in 46,8 Prozent der Fälle die Magersuchtpatienten jünger als 20 Jahre alt waren und 56,6 Prozent bei Patienten mit Ess-Brechsucht. Besonders stark vertreten sind jedoch Frauen in den Altersgruppen der 15- bis 19-Jährigen sowie der 20 bis
29-Jährigen.

Betrachtet man die psychisch bedingten Essstörungen insgesamt nach dem Geschlecht, so zeigt sich, dass in 92,2 Prozent (2 372 Behandlungen) die Patienten weiblich waren, bei der Anorexia nervosa betrug der Anteil der weiblichen Patienten 94,8 Prozent (1 284 Behandlungen) und bei der Bulimia nervosa sogar 96,4 Prozent (589 Behandlungen).

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.