Auf einen Blick


Pressemitteilung

117/2013/55/A
München, den 03. Mai 2013

Welt-Asthma-Tag am 7. Mai

Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen von Asthmakranken seit 2000 um gut 42 Prozent gesunken

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 4 210 Patienten mit Asthma als Hauptdiagnose vollstationär behandelt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren das rund 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr und gut 42 Prozent weniger als noch elf Jahre zuvor. Der Anteil der weiblichen Patientinnen betrug 53,8 Prozent. 33,8 Prozent der wegen Asthma behandelten Perso-nen waren jünger als 20 Jahre.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Asthma-Tages am 7. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2011 4 210 Patienten mit der Hauptdiagnose Asthma in bayerischen Krankenhäusern vollstationär behandelt. Das waren rund 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 4 258). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer war mit 4,5 Tagen um 3,0 Tage merklich kürzer als der Durchschnitt der Gesamtheit aller stationär versorgten Kranken.

Betrachtet man die mehrjährige Entwicklung, so zeigt sich eine tendenziell abnehmende Entwicklung. Ausgehend von 7 272 Behandlungsfällen im Jahr 2000 sank die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle mit Asthma relativ kontinuierlich auf 4 210 im Jahr 2011.

In mehr als der Hälfte (53,8 Prozent) aller aufgrund von Asthma erfolgten stationären Behandlungen in Krankenhäusern waren die Patienten weiblich. In 33,8 Prozent der Fälle waren die Patienten jünger als 20 Jahre.

Außerdem wurden im Jahr 2011 weitere 3 808 Patienten mit Asthma in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vollstationär behandelt, 16,5 Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 4 560). Die durchschnittliche Verweildauer betrug 27,5 Tage und war
damit um 2,8 Tage merklich länger als der Durchschnitt aller in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen stationär versorgten Kranken.

Der Anteil der Behandlungsfälle weiblicher Asthma–Patienten in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen betrug rund 44 Prozent und fiel damit niedriger aus als der in den Krankenhäusern. Mit 57,0 Prozent war der Anteil jüngerer Patienten (Alter unter 20 Jahre) dagegen deutlich höher als in den Krankenhäusern.

Anmerkung:
Die Betrachtung der Behandlungen von Patienten mit Asthma ist für die Krankenhäuser erst ab 2000 sinnvoll, weil vor dem Berichtsjahr 2000 die Verschlüsselung der Diagnosen nach der neunten internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (kurz ICD 9 genannt) erfolgte und dadurch eine Kontinuität der Auswertungen, die sich seitdem nach dem ICD10-Standard ausrichten, nur bedingt gegeben ist. Für die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ist eine Betrachtung erst ab 2003 möglich, da Diagnosen in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten erst ab 2003 statistisch erfasst werden.

Stationäre Behandlungsfälle von Patienten mit Asthma in bayerischen Krankenhäusern von 2000 bis 2011 nach Geschlecht und Alter der Patienten Stationäre Behandlungsfälle von Patienten mit Asthma in bayerischen Krankenhäusern von 2000 bis 2011 nach Geschlecht und Alter der Patienten

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.