Auf einen Blick


Pressemitteilung

120/2013/54/K
München, den 07. Mai 2013

Ende 2012 wurden in Bayern mehr als 4 000 laufende Hilfen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge gezählt

Zudem wurden im Laufe des vergangenen Jahres 866 einmalige Hilfen gewährt

Ende 2012 erhielten 4 189 Personen laufende und somit regelmäßige Leistungen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge. Außerdem wurden im Laufe des Jahres in 866 Fällen einmalige Leistungen gewährt. Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung teilt weiter mit, dass die Bruttoausgaben für Leistungen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge bei fast 66 Millionen Euro lagen, nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 16 Millionen Euro verblieben Nettoausgaben in Höhe von gut 50 Millionen Euro.

Leistungen der Kriegsopferfürsorge stehen Beschädigten und Hinterbliebenen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) zu oder in entsprechender Anwendung dieses Gesetzes zum Beispiel nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Häftlingshilfegesetz oder dem Infektionsschutzgesetz.

Am Ende des Jahres 2012 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 4 189 regelmäßige Hilfen gezählt, davon die meisten (1 770) als Hilfen in besonderen Lebenslagen, gefolgt von den Hilfen zur Pflege (1 544 Hilfen) und als ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt (411 Fälle).

Grafische Darstellung der laufenden Leistungen der Kriegsopferfürsorge am Jahresende 2012 nach Art der Leistungen in Prozent Grafische Darstellung der laufenden Leistungen der Kriegsopferfürsorge am Jahresende 2012 nach Art der Leistungen in Prozent

Zudem wurden 2012 im Laufe des Jahres 866 einmalige Hilfen gewährt, hier war mit 242 Fällen die Altenhilfe die häufigste Hilfeart.

Die Ausgaben für Leistungen der Kriegsopferfürsorge betrugen im Jahr 2012 insgesamt 65 868 065 Euro. Auch hier hatten die Hilfen in besonderen Lebenslagen mit 32 119 606 Euro und somit fast der Hälfte der gesamten Bruttoausgaben den größten Anteil, gefolgt von den Ausgaben für Hilfe zur Pflege mit 28 500 632 Euro. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 15 852 474 Euro verblieben Nettoausgaben von 50 015 591 Euro. Umgerechnet auf die Einwohner Bayerns lag die Belastung je Einwohner bei knapp vier Euro.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht Kriegsopferfürsorge in Bayern 2012 (Bestellnummer: K33003 201251, Preis der Druckausgabe: 6,10 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.