Auf einen Blick


Pressemitteilung

130/2013/42/A
München, den 14. Mai 2013

Zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai

In Bayern lebten 2011 fast 1,3 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern – Die Hälfte davon sind Ein-Kind-Familien

Im Jahr 2011 gab es in Bayern nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung rund 1,29 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Gegenüber dem Jahr 2005 sank die Zahl der bayerischen Familienmitglieder um rund acht Prozent. In den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg wohnten etwa 15 Prozent der Familien, 29 Prozent dagegen waren im ländlichen Bereich mit Gemeinden unter 5 000 Einwohnern zu Hause. Die traditionelle Familienform der Ehe war in 77 Prozent aller Familien zu finden, Alleinerziehende machten fast 17 Prozent der Familien aus und bei gut sechs Prozent lebten die Eltern in einer Lebensgemeinschaft. Bei gut 28 Prozent aller Familien mit minderjährigen Kindern wies mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund auf.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, lebten 2011 in Bayern 1,29 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai mitteilt, bestanden die Familien aus durchschnittlich 3,65 Mitgliedern. Damit gehörten rund 4,69 Millionen Personen den Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren an. Verglichen mit dem Jahr 2005 bedeutet dies einen Rückgang bei den Familienmitgliedern um knapp acht Prozent. Die Familie im statistischen Sinn umfasst im Mikrozensus seit 2005 generell alle Eltern-Kind- Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter, jeweils mit (ledigen) Kindern im Haushalt. An dieser Stelle werden nur Familien berücksichtigt, bei denen mindestens ein unter 18- jähriges Kind und gegebenenfalls weitere ältere Kinder im Haushalt leben.

Beinahe drei von zehn Familien (knapp 29 Prozent) waren im ländlichen Bereich ansässig, das heißt deren Wohnort umfasste unter 5 000 Einwohnern. Rund 35 Prozent lebten in einer Gemeinde mit 5 000 bis unter 20 000 Einwohnern und weitere etwa 21 Prozent in Städten bzw. Gemeinden mit 20 000 bis unter 200 000 Einwohnern. In den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg hatten gut 15 Prozent der Familien ihren Lebensmittelpunkt. Im Vergleich dazu lebten rund 17 Prozent der Gesamtbevölkerung Bayerns in den drei größten bayerischen Städten.

Im Jahr 2011 war nach wie vor die traditionelle Familie mit beiden miteinander verheirateten Elternteilen weit verbreitet: Bei gut drei Viertel der bayerischen Familien (77 Prozent)
handelte es sich um Ehepaarfamilien.

Bei gut sechs Prozent lebten die Eltern in einer Lebensgemeinschaft zusammen und bei knapp 17 Prozent wuchsen die Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil auf. Unter den Alleinerziehenden waren Väter nach wie vor selten vertreten, etwa neun von zehn Alleinerziehenden waren Mütter (gut 89 Prozent).

Hohe Geschwisterzahlen sind im Freistaat heutzutage eher eine Seltenheit: Ein-Kind-Familien stellten 2011 rund die Hälfte (51 Prozent) aller Familien. Zwei Kinder unter 18 Jahren teilten sich bei 38 Prozent das Elternhaus, drei oder mehr Kinder bei elf Prozent.

Bei einem bedeutenden Anteil der Familien (gut 28 Prozent) konnte mindestens einem Elternteil ein Migrationshintergrund zugeschrieben werden. Dazu zählen nach der Definition des Mikrozensus sämtliche nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen (Groß-)Elternteil. Von den Alleinerziehenden hatten knapp 22 Prozent einen Migrationshintergrund. In rund jeder neunten Paargemeinschaft (gut elf Prozent der Ehepaare und Lebensgemeinschaften) wurde für einen Partner, bei weiteren gut 18 Prozent für beide Partner ein Migrationshintergrund ermittelt.

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht "Haushalte und Familien in Bayern 2011" (Best.-Nr. A62043 201100).
Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.