Auf einen Blick


Pressemitteilung

136/2013/56/F
München, den 27. Mai 2013

2 992 Wohnungen im Jahr 2012 in Bayern aus dem Wohnungsbestand abgegangen

Um 27,6 Prozent mehr Wohnungsabgänge als im Vorjahr – im gleichen Zeitraum 41 139 Wohnungen fertiggestellt

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurde im Verlauf des Jahres 2012 bei den Bayerischen Bauaufsichtsämtern der Abgang von 785 Wohngebäuden, 1 270 Nichtwohngebäuden sowie von 194 Gebäudeteilen von Wohn- und Nichtwohngebäuden angezeigt. Im Zuge dessen gingen 2 992 Wohnungen aus dem Bestand ab, um 27,6 Prozent mehr als im Jahr 2011. Knapp zwei Drittel (65,2 Prozent) der ganzen Wohngebäude, die abgerissen oder hinsichtlich ihres Verwendungszwecks umgewidmet werden sollen, waren Einfamilienhäuser, 14,0 Prozent Zweifamilienhäuser, 19,1 Prozent Mehrfamilienhäuser und 1,7 Prozent Wohnheime. – Etwas weniger als die Hälfte der im Jahr 2012 abgegangenen Wohngebäude (45,5 Prozent) war in den Jahren vor 1949 errichtet worden; fast ein Drittel (29,8 Prozent) stammte aus der Aufbauzeit nach dem zweiten Weltkrieg (1949-1962). Bei den Nichtwohngebäuden stammten 29,1 Prozent aus der Zeit von vor 1949 und 25,5 Prozent aus der Nachkriegsphase (1949-1962). – Abgehende Wohngebäude wichen in 65,9 Prozent der Fälle einem neu zu errichtenden Wohngebäude, wohingegen abgehende Nichtwohngebäude zu 31,4 Prozent durch ein neues Nichtwohngebäude und zu 26,5 Prozent durch ein neues Wohngebäude ersetzt werden sollen.

Im Rahmen der amtlichen Bautätigkeitsstatistik werden nicht nur genehmigte und fertiggestellte Gebäude und Wohnungen erfasst, sondern auch sogenannte Bauabgänge. Als „Bauabgang“ gilt dabei einerseits der Abbruch oder die Zerstörung eines Gebäudes oder Gebäudeteils (d.h. die Beseitigung physischer Bausubstanz), andererseits die Änderung des Nutzungsschwerpunkts eines Gebäudes/Gebäudeteils zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken (entspricht dem „Abgang“ aus der jeweiligen bisherigen Nutzungskategorie). Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung registrierten die Bayerischen Bauaufsichtsbehörden im Verlauf des Jahres 2012 den Abgang von 785 ganzen Wohngebäuden, von 1 270 Nichtwohngebäuden und von 194 Gebäudeteilen von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Damit lag die Anzahl der als abgegangen gemeldeten ganzen Wohngebäude um 12,0 Prozent unter dem Vorjahreswert, die der abgegangenen Nichtwohngebäude hingegen um 4,9 Prozent höher als 2011. Im Zuge des Abgangs von Gebäu-den und Gebäudeteilen gingen 2 992 Wohnungen aus dem Bestand ab, um 27,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden im Jahr 2012 insgesamt 41 139 Wohnungen fertiggestellt, 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Knapp zwei Drittel (65,2 Prozent) der im Jahr 2012 abgegangenen ganzen Wohngebäude waren Einfamilienhäuser, ein Siebtel Zweifamilienhäuser (14,0 Prozent) und knapp ein Fünftel Mehrfamilienhäuser (19,1 Prozent). Wohnheime waren zu 1,7 Prozent vertreten.

Die Altersstruktur der im Jahr 2012 als abgegangen gemeldeten ganzen Wohngebäude ist wie folgt: 45,5 Prozent der Wohngebäude wurden vor 1949 gebaut und 29,8 Prozent stammten aus der Aufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg (1949-1962). Bei 10,7 Prozent lag das Baujahr zwischen 1963 und 1970 und bei 8,3 Prozent zwischen 1971 und 1980. Lediglich 5,7 Prozent der für den Abgang vorgesehenen Wohngebäude waren 1981 oder später errichtet worden.

Unter den ganzen Nichtwohngebäuden, deren Abgang im Jahr 2012 angezeigt wurde, waren 29,1 Prozent vor 1949 erbaut worden und mehr als ein Viertel (25,5 Prozent) in der Nachkriegszeit zwischen 1949 und 1962. Auf den Errichtungszeitraum von 1963 bis 1970 entfiel ein Fünftel (19,9 Prozent) der im Jahr 2012 abgegangenen Nichtwohngebäude während knapp jedes Zwölfte (8,3 Prozent) im Jahr 1981 oder später gebaut worden war. In der überwiegenden Zahl der Fälle soll anstatt der abgegangenen Wohn- und Nichtwohngebäude wieder ein neues Gebäude entstehen. So ist bei 65,9 Prozent aller im Jahr 2012 abgegangenen ganzen Wohngebäude geplant, an deren Stelle wieder ein neues Wohngebäude zu errichten und bei 8,7 Prozent ein neues Nichtwohngebäude. Gut jedes siebte abgegangene Wohngebäude (13,8 Prozent) geht auf eine Nutzungsänderung zurück. Bei den abgegangenen Nichtwohngebäuden handelt es sich zu 28,7 Prozent um Nutzungsänderungen; dagegen weichen 31,4 Prozent aller abgehenden Nichtwohngebäude dem Neubau eines Nichtwohngebäudes und 26,5 Prozent einem neu zu errichtenden Wohngebäude.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.