Auf einen Blick


Pressemitteilung

143/2013/46/B
München, den 03. Juni 2013

Keine Fortsetzung der Erholung auf dem bayerischen Ausbildungsstellenmarkt

95 700 neue Ausbildungsverträge - Knapp 250 000 Auszubildende insgesamt

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung schlossen bis zum 31. Dezember 2012, dem Stichtag der Berufsbildungsstatistik, rund 95 700 junge Frauen und Männer einen neuen Ausbildungsvertrag in einem der anerkannten Ausbildungsberufe des Dualen Systems ab. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Rückgang von rund 2 700 Neuabschlüssen bzw. um rund 2,7 Prozent dar. Insgesamt befanden sich im Berichtsjahr 2012 knapp 249 900 Auszubildende in einer dualen Ausbildung. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden betrug 39,7 Prozent.

Nach den Daten der Berufsbildungsstatistik 2012 schlossen bis zum Stichtag 31. Dezember in Bayern rund 95 700 junge Frauen und Männer einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, ergibt sich damit ein Rückgang um rund 2,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2011.

Dabei kam es unisono bei allen sechs bayerischen Ausbildungsbereichen zu einem Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen, darunter auch bei den zwei Größten. So sank im Ausbildungsbereich „Industrie und Handel“, der in Bayern einen Anteil von über 50 Prozent unter allen Auszubildenden innehat und so eine maßgebliche Stütze für die Versorgung der bayerischen Jugendlichen mit einer Ausbildungsstelle darstellt, im Berichtsjahr 2012 die Zahl der Neuabschlüsse auf 57 100 (-1,7 Prozent). Rund 42,1 Prozent der Neuabschlüsse in diesem Bereich entfielen dabei auf weibliche Auszubildende. Einen Rückgang auf rund 27 100 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge und damit ein Minus von rund 5,1 Prozent meldete das „Handwerk“. Auf weibliche Auszubildende entfielen dabei rund 24,8 Prozent der Neuabschlüsse.

Mit nur gering sinkenden Werten präsentierte sich der Ausbildungsbereich „Freie Berufe“. Hier ging die Zahl der Neuabschlüsse 2012 um rund 0,6 Prozent auf rund 7 800 zurück. Überdurchschnittlich hoch ist in diesem Bereich der Frauenanteil. Rund 94,7 Prozent aller Neuabschlüsse entfielen auf weibliche Auszubildende. Zu den „Freien Berufen“ zählen beispielsweise medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte ebenso wie Steuer- und Rechtsanwaltsfachangestellte.

Einen ähnlich hohen Anteil an weiblichen Auszubildenden erreicht traditionell nur noch der Ausbildungsbereich „Hauswirtschaft“. Hier entfielen rund 96,1 Prozent der Neuabschlüsse auf weibliche Auszubildende. Insgesamt wurden in diesem Ausbildungsbereich rund 330 Neuabschlüsse für 2012 gemeldet und damit rund 70 weniger als 2011.

Nur wenig beeindruckt vom gesamtbayerischen Trend präsentierte sich der Ausbildungsbereich „Öffentlicher Dienst“. Bei einem marginalen Rückgang von rund 10 Neuabschlüssen bzw. rund 0,8 Prozent ergeben sich hier bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erneut rund 1 400 neue Auszubildende.

Leicht rückläufig präsentierte sich schließlich auch der Ausbildungsbereich „Landwirtschaft“. Bei rund 2 100 Neuabschlüssen im Jahr 2012 waren nur rund 60 Neuabschlüsse weniger zu verzeichnen als im Vorjahr.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.