Auf einen Blick


Pressemitteilung

150/2013/36/Q
München, den 05. Juni 2013

2011 rund 19 Milliarden Euro Umsatz in der bayerischen Umweltwirtschaft

80,4 Prozent im Bereich Klimaschutz erzielt; Umsatz- und Beschäftigtenzahlen erneut gestiegen

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden von bayerischen Betrieben im Jahr 2011 insgesamt 19,3 Mrd. Euro Umsatz mit Umweltschutzgütern erwirtschaftet. Dies entsprach einer Steigerung von 19,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 80,4 Prozent (15,5 Mrd. Euro) davon entfielen auf den Bereich „Klimaschutz“. Auch bei den Beschäftigtenzahlen in der Umweltwirtschaft war erneut eine Steigerung (+9,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung im Rahmen der jährlichen Erhebung der Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz mitteilt, erwirtschafteten die befragten bayerischen Betriebe im Jahr 2011 insgesamt 19,3 Mrd. Euro Umsatz mit Umweltschutzgütern. Mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 19,8 Prozent setzte sich der in den vorausgegangenen Jahren beobachtete Aufwärtstrend damit fort. 83,9 Prozent (16,2 Mrd. Euro) des gesamten Absatzes wurden durch Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes erwirtschaftet.

Mit 15,5 Mrd. Euro (80,4 Prozent vom Gesamtumsatz für den Umweltschutz) erzielten die befragten Betriebe den größten Umsatz mit Umweltschutzgütern im Bereich Klimaschutz. Dabei waren bei den Kunden besonders Waren wie Komponenten für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, für Photovoltaikanlagen und für die Wärmedämmung von Gebäuden gefragt (13,5 Mrd. Euro). Nach dem „Klimaschutz“ folgen die Umweltbereiche „Luftreinhaltung“ und „Abwasserwirtschaft“ – beide mit jeweils knapp 1,3 Mrd. Euro Umsatz – mit deutlichem Abstand.

In den restlichen Umweltbereichen „Abfallwirtschaft“, „Lärmbekämpfung“, „Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwirtschaft“, „Arten- und Landschaftsschutz“ sowie umweltbereichsübergreifend wurden insgesamt 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Fast die Hälfte (8,8 Mrd. Euro) des erzielten Gesamtbetrages wurde mit ausländischen Abnehmern umgesetzt. 95,6 Prozent (8,4 Mrd. Euro) davon entfielen auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes. Somit ist dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr nur minimal
(-2,4 Prozent) gesunken. Auch bei den von ausländischen Kunden nachgefragten Umweltgütern handelte es sich vorwiegend um Komponenten für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung und für Photovoltaikanlagen.

Bei den Beschäftigtenzahlen zeigte sich der positive Trend der letzten Jahre leicht abgeschwächt. Dennoch war eine Steigerung (+9,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Mittlerweile sind rund 56 000 Personen in der Umweltwirtschaft – davon etwa zwei Drittel im Verarbeitenden Gewerbe – beschäftigt.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.