Auf einen Blick


Pressemitteilung

155/2013/54/K
München, den 10. Juni 2013

Rund ein Viertel mehr Empfänger von Asylbewerberregelleistungen Ende 2012

Afghanistan, der Irak und die Russische Föderation waren die am häufigsten vertretenen Herkunftsländer

Zum Jahresende 2012 wurden in Bayern fast 16 000 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezählt, das entspricht einem Plus von gut 24 Prozent gegenüber 2011. Fast zwei Drittel der Empfänger waren männlich und gut ein Drittel weiblich. Außerdem wurden im Jahr 2012 in 5 414 Fällen besondere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, betrugen die Bruttoausgaben für Leistungen an Asylbewerber im Jahr 2012 in Bayern 173,7 Millionen Euro, nach Abzug der Einnahmen verblieben Nettoausgaben in Höhe von 171,9 Millionen Euro.

Ende 2012 wurden in Bayern insgesamt 15 939 Asylbewerber gezählt, denen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt wurden. Verglichen mit den im Jahr 2011 verzeichneten 12 820 Empfängern bedeutet dies eine Zunahme von 24,3 Prozent. Zu den Regelleistungen gehören Grundleistungen nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz, wie zum Beispiel die Bereitstellung einer Unterkunft, von Heizung, Kleidung sowie Mittel zur
Gesundheits- und Körperpflege, die vorrangig in Form von Sachleistungen bereitgestellt werden, aber auch einen monatlichen Geldbetrag umfassen, der zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse dienen soll. Anstelle von Grundleistungen kann, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, auch Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) gewährt werden.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren von den Regelleistungsempfängern 65 Prozent (10 332 Personen) männlich und 35 Prozent (5 607 Personen) weiblich.

Die größte Gruppe der Asylbewerberregelleistungsempfänger kam aus Afghanistan (2 862 Personen), gefolgt vom Irak (2 404 Personen) und der Russischen Föderation
(912 Personen) sowie dem Iran (897 Personen).

9 627 Personen lebten in Gemeinschaftsunterkünften, 4 922 lebten dezentral in einer Wohnung und 1 390 in einer Aufnahmeeinrichtung.

Die Ausgaben für Leistungen an Asylbewerber beliefen sich im Jahr 2012 insgesamt auf 173,7 Millionen Euro. Nach Abzug der Einnahmen von gut 1,8 Millionen Euro verblieben Nettoausgaben in Höhe von 171,9 Millionen Euro.


Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht Asylbewerber und Leistungen in Bayern (Bestellnummer: K61013 201201. Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.