Auf einen Blick


Pressemitteilung

158/2013/34/C
München, den 11. Juni 2013

Bayerns Getreideanbaufläche um gut vier Prozent gestiegen

Eine erste Schätzung zeigt deutliche Zunahme bei Winter- und Reduzierung bei Sommergetreide

Nach einer ersten Schätzung haben die bayerischen Landwirte für die Ernte 2013 eine Fläche von rund 1,08 Millionen Hektar mit Getreide (ohne Körnermais) bestellt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entspricht dies gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um gut vier Prozent. Nach den starken Auswinterungsschäden im vergangenen Jahr, die zu einer hohen Flächenzunahme der Sommergetreidearten zu Lasten der Winterkulturen führte, fand zur Ernte 2013 wieder eine deutliche Flächenausweitung beim Wintergetreide statt. Dessen Aussaatfläche erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Zehntel (82 000 Hektar) auf rund 930 000 Hektar, wobei alle Winterkulturen an Fläche zulegten. Der höchste Flächenzuwachs gegenüber dem Vorjahr erfolgte mit 30 600 Hektar auf 253 000 Hektar bei der Wintergerste, gefolgt vom Winterweizen mit 27 300 Hektar auf 523 500 Hektar. Dagegen wurde der Anbau der häufig zum Bierbrauen verwendeten Sommergerste um 26 400 Hektar auf 108 000 Hektar reduziert. Der Anbau von Winterraps erfolgte unverändert auf 124 000 Hektar.

Nach einer ersten Schätzung haben die bayerischen Landwirte für die Ernte 2013 eine Fläche von rund 1,08 Millionen Hektar (ha) mit Getreide (ohne Körnermais) bestellt, gut vier Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr. Nach den hohen Auswinterungsschäden im Vorjahr, die wegen der notwendig gewordenen Umbrüche zu einer merklichen Ausweitung der Sommerkulturen insbesondere zu Lasten von Wintergerste und Winterweizen führten, wurde bei der diesjährigen Aussaat die Anbaufläche der Winterkulturen nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wieder deutlich erhöht. Da in diesem Winter kaum Auswinterungsschäden auftraten, stieg die Anbaufläche des Wintergetreides gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Zehntel (82 000 ha), während diejenige der Sommerungen (ohne Sommermenggetreide) um rund ein Sechstel (29 000 ha) reduziert wurde.

Die Zunahme der Anbaufläche für Wintergetreide betraf alle Kulturen. Die höchste Flächenausweitung gegenüber dem Vorjahr erfolgte mit 30 600 ha bzw. knapp 14 Prozent auf 253 000 ha bei Wintergerste. Knapp dahinter folgt die bedeutendste Getreideart, der Winterweizen, deren Aussaatfläche um 27 300 ha (5,5 Prozent) auf 523 500 ha erhöht wurde. Die prozentual höchste Zunahme bei den Winterungen wies mit gut 23 Prozent (11 400 ha) Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) auf, dessen Aussaatfläche auf knapp 61 000 ha stieg. Auch der Anbau von Triticale, eine Kreuzung aus Roggen und Winterweizen, wurde um fast 16 Prozent (12 600 ha) auf gut 92 000 ha ausgeweitet.

Die hohe Flächenabnahme bei den Sommerungen war überwiegend durch die Sommergerste, die häufig als Braugerste verwendet wird, bedingt. Ihre Anbaufläche sank um fast 20 Prozent (26 400 ha), sodass sie nur noch auf rund 108 000 ha ausgesät wurde. Von den Sommerkulturen wurde lediglich die Aussaat von Hafer geringfügig auf 31 000 ha ausgedehnt.

Die wichtigste Ölfrucht des Landes, der Winterraps, wurde wie im Vorjahr auf knapp 124 000 ha angebaut.

Bei Kartoffeln kann nach dem Anbautief von 41 500 ha im vergangenen Jahr in diesem Jahr mit einer geringfügigen Flächenausweitung gerechnet werden. Dagegen wurde bei den Zuckerrüben ein Rückgang um 5 Prozent auf gut 62 000 ha geschätzt.

Aufgrund der begrenzten Zahl an Berichterstattern geben die obigen Flächenangaben nur vorläufige Anbautendenzen wieder. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten zum Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung 2013, deren Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.