Auf einen Blick

Pressemitteilung

184/2013/41/A
München, den 01. Juli 2013

Geburtenanstieg um 3,3 Prozent in Bayern im Jahr 2012

Höchstes Plus mit 4,8 Prozent in der Oberpfalz

In Bayern ist die Zahl der Lebendgeborenen im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf über 107 000 gestiegen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, konnte im Vergleich der Regierungsbezirke in diesem Zeitraum die Oberpfalz die höchste Zunahme an Geburten von (+4,8 Prozent) verzeichnen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle im Freistaat um fast 2 500 auf 125 448. Somit kamen von Anfang Januar bis Ende Dezember 2012 insgesamt 18 409 Kinder weniger zur Welt als Menschen verstarben. Im Vorjahr 2011 belief sich das Geburtendefizit noch auf 19 287 Personen.

Im Jahr 2012 kamen in Bayern 107 039 Babys lebend zur Welt, davon 51 901 Mädchen und 55 138 Jungen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren das rund 3,3 Prozent mehr (+3 371) als im Vorjahr 2011. Eine deutlich stärkere Zunahme als im Gesamttrend war bei der Zahl der in nichtehelichen Familien zur Welt gekommenen Kinder festzustellen. So wurden von unverheirateten Müttern im Jahr 2012 rund 6,2 Prozent mehr Babys zur Welt gebracht, die Zahl der in Ehen geborenen Kinder stieg dagegen nur um 2,2 Prozent. Im Jahr 2012 erreichte der Anteil der in nichtehelichen Familien zur Welt gekommenen Kinder mit etwas über 27 Prozent seinen höchsten Wert seit 1950. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich dieser Wert mehr als verdreifacht. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass mittlerweile fast 50 Prozent der von nicht verheirateten Müttern geborenen Kinder durch eine spätere Heirat der Eltern in eine Ehepaarfamilie hineinwachsen.

Im Jahr 2012 wurden im dritten Quartal mit 29 207 die meisten Geburten in absoluten Zahlen registriert. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2011 war im zweiten Quartal 2012 mit einem Plus von vier Prozent der höchste Anstieg, im vierten Quartal mit einem Zuwachs von nur 2,6 Prozent dagegen der geringste relative Anstieg zu beobachten. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, registrierten alle Regierungsbezirke im Jahr 2012 Geburtenanstiege. Die deutlichste Zunahme ergab sich für den Regierungsbezirk Oberpfalz (+4,8 Prozent), gefolgt von Mittelfranken (+3,9 Prozent), Oberbayern (+3,6 Prozent), Schwaben (+3,4 Prozent), Niederbayern (+2,9 Prozent), Unterfranken (+1,5 Prozent) und Oberfranken (+0,8 Prozent).

Gleichzeitig hat sich in Bayern die Zahl der Sterbefälle um 2 493 auf 125 448 erhöht. Wie bereits seit 2004 zu beobachten, konnten auf Landesebene die Bevölkerungsverluste durch Tod auf natürlichem Wege, das heißt durch Geburten, nicht ausgeglichen werden. Allerdings hat sich gegenüber dem Vorjahr 2011 das Geburtendefizit von 19 287 auf 18 409 geringfügig verringert.

Auf der Ebene der Regierungsbezirke fiel lediglich für Oberbayern die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) weiterhin positiv aus. Aufgrund der deutlichen Zunahme der Geburten und des nur leichten Anstiegs der Sterbefälle verbesserte sich der Geburtenüberschuss in Oberbayern von 1 945 auf 2 558. Mit Ausnahme von Unterfranken und Oberfranken verbuchten alle anderen Regierungsbezirke gegenüber dem Vorjahr 2011 geringere Geburtendefizite. Der höchste natürliche Bevölkerungsrückgang ergab sich dabei für den Regierungsbezirk Oberfranken (-4 995), gefolgt von Unterfranken (- 3 643), Mittelfranken (-3 435), Schwaben (-3 084), Niederbayern (-2 978) und der Oberpfalz (-2 832).

Lebendgeborene und Gestorbene in Bayern 2012

Regierungs-
bezirk

Lebendgeborene

Gestorbene

Überschuss der     Geborenen bzw. der Gestorbenen (-)

Anzahl

Veränderung
in %1)

Anzahl

Veränderung
in %1)

Anzahl

Oberbayern

41 846

+ 3,6

39 288

+ 2,2

2 558

Niederbayern

9 379

+ 2,9

12 357

+ 0,9

- 2 978

Oberpfalz

8 595

+ 4,8

11 427

+ 3,5

- 2 832

Oberfranken

7 780

+ 0,8

12 775

+ 3,7

- 4 995

Mittelfranken

14 506

+ 3,9

17 941

+ 0,8

- 3 435

Unterfranken

10 047

+ 1,5

13 690

+ 2,3

- 3 643

Schwaben

14 886

+ 3,4

17 970

+ 1,4

- 3 084

Bayern

107 039

+ 3,3

125 448

+ 2,0

- 18 409

_______

1) Gegenüber dem Vorjahr 2011



Ausführliche Ergebnisse enthält der demnächst erscheinende Statistische Bericht A II 1 (Bestellnummer: A2110C). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax
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