Auf einen Blick


Pressemitteilung

186/2013/34/C
München, den 04. Juli 2013

6 000 Tonnen Speisefisch 2012 in Bayern erzeugt

Nur fünf Prozent der Aquakulturbetriebe produzierten drei Viertel der Speisefische

 Im Jahr 2012 wurden von den bayerischen Aquakulturbetrieben 6 000 Tonnen Speisefisch erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen hierbei gut 70 Prozent der Produktion auf den Gemeinen Karpfen (2 187 Tonnen bzw. 36,4 Prozent) sowie die Regenbogen- und Lachsforelle (2 119 Tonnen bzw. 35,2 Prozent). Acht von zehn Karpfen stammten aus Mittelfranken (963 Tonnen bzw. 44,0 Prozent) sowie der Oberpfalz (805 Tonnen bzw. 36,8 Prozent). Regional weniger konzentriert zeigt sich die Forellenzucht. So wurden mit 614 Tonnen 33,6 Prozent der Regenbogenforellen in Oberbayern erzeugt, gefolgt von Schwaben mit 356 Tonnen bzw. 19,5 Prozent. Drei Viertel der Speisefische wurden von lediglich fünf Prozent der Aquakulturbetriebe erzeugt.

Gemäß der EU-Verordnung über die Vorlage von Aquakulturstatistiken wurde für das Jahr 2012 bundesweit eine Aquakulturstatistik durchgeführt. Unter Aquakultur wird die Produktion von Gewässerlebewesen (Fische, Krebs- und Weichtiere, Algen) unter kontrollierten Haltungs- und Aufzuchtbedingungen verstanden. Im Gegensatz zur Fischerei sind die Wasserorganismen während der gesamten Aufzucht bis zum Verkauf im Besitz der Betreiber der Aquakulturanlagen.

Von den in der Erhebung berücksichtigten knapp 4 000 Speisefisch produzierenden Aquakulturbetrieben in Bayern wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 6 012 Tonnen (t) Speisefisch erzeugt. Dies entspricht rund 480 Gramm pro Einwohner Bayerns. Trotz der Kleinstrukturierung der Aquakulturbetriebe in Bayern wurde der überwiegende Teil der in den Verkauf gegangenen Fische von nur wenigen großen Betrieben erzeugt. So entfielen auf fünf Prozent der Aquakulturbetriebe - ihre jährliche Fischproduktion betrug jeweils mindestens fünf Tonnen - fast drei Viertel (4 459 t) der zum Verzehr verkauften Fische. Im Durchschnitt wurde von jedem dieser knapp 200 Betriebe 22,6 t Speisefisch erzeugt. Dagegen trugen die kleineren Betriebe, die eine jährliche Produktion von unter einer Tonne aufweisen (83 Prozent der Aquakulturbetriebe), lediglich knapp ein Zehntel (561 t) zur Speisefischproduktion in Bayern bei. Die durchschnittlich erzeugte Menge dieser rund 3 300 Betriebe lag bei 170 kg.

Gut sieben Zehntel der Speisefischproduktion entfielen in Bayern auf den Gemeinen Karpfen (2 187 t bzw. 36,4 Prozent) sowie auf die Regenbogen- und Lachsforelle (2 119 t bzw. 35,2 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgt der Elsässer Saibling mit einem Anteil von 12,2 Prozent (732 t).

Gut 80 Prozent der Karpfen stammten aus Mittelfranken (963 Tonnen bzw. 44,0 Prozent) sowie der Oberpfalz (805 Tonnen bzw. 36,8 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgt Ober-franken mit 187 t bzw. einem Anteil von 8,5 Prozent. Regional weniger konzentriert ist die Forellenzucht. Eindeutig führend ist Oberbayern. Von dort stammte mit 614 Tonnen gut ein Drittel der Regenbogenforellen. An zweiter Stelle folgt Schwaben mit einem Anteil von 19,5 Prozent (356 t). Des Weiteren wurden ein Sechstel der Regenbogenforellen in der Oberpfalz (304 t) und 12,7 Prozent in Unterfranken (231 t) produziert.

Neben den Speisefischen wurden in Bayern an verzehrfähigen Aquakulturen nur noch Krebse erzeugt. Mit 1,4 t fiel die Menge allerdings recht gering aus.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.