Auf einen Blick

Pressemitteilung

196/2013/34/C
München, den 10. Juli 2013

Fleischproduktion in Bayern gesunken

Rückgang bei Schweinefleisch, aber Zunahme bei Rindfleisch und Geflügel

Im Jahr 2012 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 816 400 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 15 800 Tonnen bzw. 1,9 Prozent. Maßgebend hierfür war der Rückgang beim Schweinefleisch um 18 800 Tonnen (-3,6 Prozent) auf 506 400 Tonnen. Die erzeugte Rindfleischmenge nahm dagegen um 3 100 Tonnen bzw. 1,0 Prozent auf 307 100 Tonnen zu. Darüber hinaus wurden in gewerblichen Geflügelschlachtereien 160 100 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, binnen Jahresfrist ein Anstieg um 5,5 Prozent bzw. 8 400 Tonnen. Mit 976 600 Tonnen blieb die insgesamt in Bayern im Jahr 2012 erzeugte Fleischmenge um knapp ein Prozent (7 400 Tonnen) unter dem Vorjahresniveau.

Im Jahr 2012 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Haus-schlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 816 400 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 15 800 t bzw. 1,9 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 62,0 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Binnen Jahresfrist sank die Schweinefleischproduktion um 18 800 t bzw. 3,6 Prozent auf 506 400 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum aufgrund des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts um 4,1 Prozent (229 400 Tiere) auf 5,31 Millionen Tiere ab. Knapp 62 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (189 500 t bzw. 37,4 Prozent) und Oberbayern (123 000 t bzw. 24,3 Prozent) erzeugt.

37,6 Prozent der Schlachtmenge an Rotem Fleisch entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 307 100 t war die produzierte Fleischmenge um 3 100 t bzw. 1,0 Prozent höher als im Vorjahr. Aufgrund des gleichfalls etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder im gleichen Zeitraum aber nur um 0,4 Prozent (3 400 Tiere) auf 900 100 zu. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 95 600 t (Anteil 31,1 Prozent) sowie in Schwaben mit 64 800 t (21,1 Prozent).

Die verbleibende Schlachtmenge an Rotem Fleisch von 2 900 t verteilte sich im Wesentlichen auf Schaffleisch (2 400 t) sowie in geringem Umfang auf Pferde- und Ziegenfleisch.

Außerdem wurden 2012 in bayerischen Geflügelschlachtereien 160 100 t Geflügelfleisch erzeugt. Dies ist die bisher höchste Schlachtmenge. Der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr wurde um weitere 5,5 Prozent (8 400 t) übertroffen.

Insgesamt wurden in Bayern 976 600 t Fleisch erzeugt. Dies waren 7 400 t bzw. 0,8 Prozent weniger als im Jahr 2011. Der Rückgang beim Schweinefleisch konnte durch die Zunahme beim Geflügel- und Rindfleisch somit nicht ganz ausgeglichen werden.

Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, sind es beim Geflügelfleisch ein Neuntel und beim Schweinefleisch lediglich rund ein Elftel.

Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern im Jahr 2012 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 219 267 

 95 578 

 1 862 

 44 266 

 30 741 

 17 679 

  744 

  287 

 123 035 

  581 

  41 

  32 

Niederbayern

 

 225 604 

 35 667 

  154 

 21 231 

 7 620 

 6 267 

  231 

  164 

 189 515 

  216 

  13 

  194 

Oberpfalz

 

 52 339 

 28 705 

  145 

 8 547 

 13 412 

 6 315 

  127 

  160 

 23 296 

  268 

  21 

  49 

Oberfranken

 

 129 021 

 49 486 

  78 

 14 589 

 26 709 

 7 637 

  209 

  266 

 79 419 

  82 

  14 

  19 

Mittelfranken

 

 65 831 

 25 314 

  81 

 11 073 

 9 504 

 4 348 

  239 

  69 

 40 034 

  453 

  15 

  16 

Unterfranken

 

 33 978 

 7 505 

  247 

 3 703 

 2 056 

 1 287 

  143 

  69 

 26 058 

  359 

  8 

  47 

Schwaben

 

 90 405 

 64 830 

  773 

 26 640 

 27 624 

 8 944 

  625 

  224 

 25 084 

  463 

  17 

  11 

 

Bayern Jahr 2012

 

 816 444 

 307 084 

 3 340 

 130 048 

 117 666 

 52 475 

 2 317 

 1 238 

 506 441 

 2 421 

  131 

  367 

Jahr  2011

 

 832 222 

 303 980 

 3 257 

 131 749 

 111 457 

 53 838 

 2 605 

 1 075 

 525 263 

 2 445 

  140 

  392 

Veränderung 2012

 

ggü. 2011 absolut

 

- 15 779 

 3 104 

  83 

- 1 700 

 6 209 

- 1 363 

-  288 

  163 

- 18 822 

-  24 

-  10 

-  25 

%

 

-  1,9 

  1,0 

  2,5 

-  1,3 

  5,6 

-  2,5 

-  11,0 

  15,2 

-  3,6 

-  1,0 

-  6,9 

-  6,3 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).




Ausführliche Ergebnisse enthält der voraussichtlich Ende Juli erscheinende Statistische Bericht C III 2 „Tierische Erzeugung in Bayern 2012“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.