Auf einen Blick


Pressemitteilung

210/2013/44/A
München, den 24. Juli 2013

Zensus 2011: Oberbayern wächst am stärksten, Franken verliert prozentual an Gewicht innerhalb des Freistaats

Fast die Hälfte lebt in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern

Logo Zensus 2011

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ermittelte im Rahmen des Zensus 2011 unter anderem Ergebnisse zu den Einwohnerzahlen Bayerns. Es zeigte sich, dass Oberbayern nicht nur der bevölkerungsreichste Regierungsbezirk ist, sondern dass er auch verglichen mit der Volkszählung 1987 am stärksten gewachsen ist. Die Wachstumsraten in den fränkischen Regierungsbezirken blieben hingegen unter dem bayerischen Durchschnitt.

Am 9. Mai 2011, dem Stichtag des Zensus 2011, wurden in Bayern 12.397.614 Einwohner gezählt. Damit ist Bayern nach Nordrhein-Westfalen weiterhin das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland. Jeder dritte Bayer lebt dabei im Regierungsbezirk Oberbayern (34,9 Prozent), der damit die meisten Einwohner im Freistaat stellt. Schwaben (14,4 Prozent) und Mittelfranken (13,6 Prozent) folgen erst in großem Abstand auf den Plätzen zwei und drei. Zudem wächst Oberbayern am stärksten: Gegenüber der Volkszählung am 25. Mai 1987 hat sich die Bevölkerung Oberbayerns um 20,3 Prozent erhöht. Auch Schwaben (15,0 Prozent) und Niederbayern (14,2 Prozent) legten deutlich an Einwohnern zu. Für Franken und die Oberpfalz können in demselben Zeitraum zwar ebenfalls positive Wachstumsraten verzeichnet werden, allerdings blieben dort die Wachstumsraten unter dem bayerischen Durchschnitt (13,7 Prozent). In Mittelfranken lag die Wachstumsrate mit 10,6 Prozent knapp über der der Oberpfalz (10,4 Prozent). Es folgen Unterfranken (8,1 Prozent) und mit deutlichem Abstand auf dem letzten Platz Oberfranken (2,6 Prozent).

Bayern ist nach wie vor auch durch seine ländlichen Regionen geprägt, in denen die Gemeinden vergleichsweise niedrige Einwohnerzahlen aufweisen. So lebt fast die Hälfte der Bayern (46,2 Prozent) in Gemeinden von weniger als 10.000 Einwohnern. Knapp ein Viertel (23,0 Prozent) hingegen ist in einer der zehn größten Städte Bayerns wohnhaft. Als einzige Millionenstadt Bayerns und drittgrößte Stadt Deutschlands hatte München am 9. Mai 2011 1.348.335 Einwohner und erhöhte damit seine Einwohnerzahl um 13,7 Prozent gegenüber der Volkszählung von 1987. Die nächstgrößeren Städte in Bayern sind Nürnberg (486.314), Augsburg (267.767), Regensburg (135.403), Ingolstadt (124.927) und Würzburg (124.297). Hier fallen vor allem die unterschiedlichen Wachstumsraten auf. Während in Nürnberg (3,3 Prozent) und Würzburg (0,7 Prozent) die Einwohnerzahlen kaum stiegen, war in Augsburg (10,3 Prozent), in Regensburg (14,1 Prozent) und vor allem in Ingolstadt (30,0 Prozent) das Bevölkerungswachstum deutlich höher.

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung bietet eine Reihe von Informationsangeboten zu den Ergebnissen des Zensus 2011 an, unter anderem eine umfangreiche Datenbank. Diese steht der Öffentlichkeit kostenlos unter www.zensus2011.dezur Verfügung.

Grafische Darstellung der Veränderung der Einwohnerzahlen nach Reg.Bezirken 09.05. gegenüber 25.05.87 Grafische Darstellung der Veränderung der Einwohnerzahlen nach Reg.Bezirken 09.05. gegenüber 25.05.87

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