Auf einen Blick


Pressemitteilung

212/2013/33/C
München, den 24. Juli 2013

Bayerns Landwirte bewirtschaften über 2 Millionen Hektar Ackerland

Deutliche Ausweitung der Anbauflächen beim Wintergetreide

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2013 bewirtschaften Bayerns Landwirte rund 3 138 700 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bzw. 2 070 300 Hektar Ackerland. Gut die Hälfte der Ackerlandflächen entfiel nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung auf den Anbau von Getreide. Weizen, Gerste und Silomais waren die flächenstärksten Kulturen auf dem Ackerland.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung nach den vorläufigen Ergeb-nissen der diesjährigen Agrarstrukturerhebung mitteilt, beträgt die landwirtschaftlich genutzte Fläche Bayerns im Jahr 2013 rund 3 138 700 Hektar.

Bayerns Landwirte bewirtschaften rund 2 070 300 Hektar Ackerland. Mit 1 192 400 Hektar (2,4 Prozent mehr als im Vorjahr) war über die Hälfte der Ackerlandfläche mit Getreide (einschl. Körnermais und Corn-Cob-Mix) bestellt. Von der Getreideanbaufläche entfielen auf die wichtigsten Fruchtarten Weizen 533 200 Hektar und Gerste 349 200 Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine deutliche Zunahme um 5,4 Prozent bei den Anbauflächen des Weizens und eine Abnahme um 2,3 Prozent bei Gerste.

Deutliche Unterschiede waren zwischen den Anbauflächen der Sommer- und Wintergetreidearten zu erkennen. Nach dem Rückgang der Anbauflächen im vergangenen Jahr wurden heuer wieder vermehrt Wintergetreidearten angebaut. Somit ist eine Zunahme der Anbauflächen des Winterweizens um 6,2 Prozent auf 527 200 Hektar und der Wintergerste um 11,2 Prozent auf 247 700 Hektar zu verzeichnen. Bei den Sommerungen hingegen nahm die Anbaufläche beispielsweise der Sommergerste um 24,7 Prozent auf 101 400 Hektar, ab. Beim Anbau von Roggen und Wintermenggetreide konnte eine Zunahme des Anbaus auf 54 200 Hektar (10,0 Prozent) sowie bei Körnermais/Corn-Cob-Mix auf 140 500 Hektar (8,1 Prozent) ermittelt werden.

Auf über einem Viertel des Ackerlands bzw. auf 543 400 Hektar wurden Pflanzen zur Grünernte angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine leichte Abnahme um 1,3 Prozent. Eine Abnahme um 3,0 Prozent war bei Silomais, und zwar auf 390 000 Hektar, festzustellen. Silomais ist, nach Weizen und Gerste, damit allerdings immer noch eine der flächenstärksten Fruchtarten.

Rund 154 300 Hektar des Ackerlands wurden mit Handelsgewächsen bestellt; das waren 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Teil davon umfasste mit 129 800 Hektar die Anbaufläche für Winterraps, wobei eine Zunahme um ebenfalls 4,7 Prozent gegenüber 2012 festzustellen war. Die Anbaufläche von Hackfrüchten nahm mit insgesamt 100 800 Hektar im Vergleich zur Vorjahresfläche um 6,4 Prozent ab. Dieser Rückgang wurde überwiegend durch die Abnahme der Zuckerrübenfläche um 13,6 Prozent auf 56 800 Hektar beeinflusst. Die Anbaufläche von Kartoffeln stieg hingegen um 5,3 Prozent auf 43 700 Hektar. Die Fläche von 17 800 Hektar, auf der Gartengewächse angebaut wurden, veränderte sich im Vergleich zum Jahr 2012 mit +1,3 Prozent nur geringfügig.

Die Dauergrünlandflächen, mit insgesamt rund 1 055 000 Hektar, sind auf dem Niveau von 2012 geblieben.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.