Auf einen Blick


Pressemitteilung

214/2013/35/M
München, den 30. Juli 2013

Inflationsrate in Bayern im Juli bei 1,8 Prozent

Kräftiger saisonaler Preisanstieg bei Pauschalreisen

Im Vergleich zum Juli des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,8 Prozent erhöht; im Juni hat die Inflationsrate ebenfalls bei 1,8 Prozent gelegen. Überdurchschnittliche Teuerungsraten weisen weiterhin Nahrungsmittel (+5,1 Prozent) auf. So haben sich die Preise für Obst (+13,9 Prozent) und Gemüse (+10,3 Prozent) spürbar erhöht. Butter verteuerte sich binnen Jahresfrist sogar um 20,8 Prozent. Deutlich günstiger als im Vorjahr war hingegen Kaffee (-8,5 Prozent). Im Energiebereich hat sich Strom (+13,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr spürbar verteuert, während die Preise für Heizöl um 5,0 Prozent zurückgingen. Kräftige Preisnachlässe sind zudem weiterhin bei technischen Produkten zu beobachten. So waren beispielsweise Personalcomputer (-13,5 Prozent) oder auch DVD-Rekorder (-9,5 Prozent) deutlich günstiger als im Vorjahr. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,4 Prozent. Saisonal bedingt sind dabei die Preise für Pauschalreisen (+ 14,0 Prozent) besonders kräftig gestiegen. Aber auch Heizöl (+3,9 Prozent) und Kraftstoffe (+1,7 Prozent) haben sich im Juli überdurchschnittlich verteuert.

Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Juli 2013 bei +1,8 Prozent; im vorangegangenen Juni hatte sie ebenfalls +1,8 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Juli des Vorjahres um 5,1 Prozent erhöht. Dabei sind insbesondere die Preise für Obst (+13,9 Prozent), Gemüse (+10,3 Prozent) sowie Speisefette und -öle (+11,5 Prozent) überdurchschnittlich gestiegen. Von den Speisefetten und -ölen haben sich insbesondere Butter (+20,8 Prozent) und Olivenöl (+17,1 Prozent) binnen Jahresfrist spürbar verteuert. Kaffee hingegen war um 8,5 Prozent günstiger als im Vorjahr.

Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Juli des Vorjahres um 5,0 Prozent gefallen. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein geringfügiger Preisanstieg von 1,1 Prozent zu verzeichnen. Mit 13,1 Prozent sind die Strompreise gegenüber dem Juli des Vorjahres hingegen besonders kräftig gestiegen. So haben viele Stromanbieter zu Beginn dieses Jahres ihre Preise spürbar angehoben. Kraftstoffe (-0,8 Prozent) waren im Juli geringfügig günstiger als im Juli des Vorjahres.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Juli des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,4 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juli auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (-13,5 Prozent), DVD-Rekorder (-9,5 Prozent), DVD- Blu-ray-Player (-8,1 Prozent) und digitale Kameras (-7,9 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,4 Prozent gestiegen. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die saisonal bedingten kräftigen Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+14,0 Prozent). Auch die Preise für Heizöl (+3,9 Prozent) und Kraftstoffe (+1,7 Prozent) sind überdurchschnittlich gestiegen. Für Gemüse (-3,4 Prozent) mussten die Verbraucher hingegen weniger ausgeben als im Vormonat.

Hinweis
Die Presseinformation zum Berichtsmonat Juli 2013 enthält vorläufige Ergebnisse.

Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Juli 2013 mit Jahreswerten von 2010 bis 2012 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Juli 2013 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de, Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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