Auf einen Blick

Pressemitteilung

225/2013/32/P
München, den 07. August 2013

Wirtschaftswachstum 2000 bis 2011 in Bayern: Niederbayerns Kreise liegen vorn

Auch die Kreise in der Oberpfalz und in Schwaben wachsen überdurchschnittlich

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen im Jahr 2011 in den kreisfreien Städten und Landkreisen Niederbayerns im Durchschnitt um 44,0 Prozent höher als im Jahr 2000. Damit verzeichneten die niederbayerischen Kreise das stärkste Wirtschaftswachstum, es folgen die kreisfreien Städte und Landkreise der Oberpfalz und Schwabens, deren Bruttoinlandsprodukt 2011 um 38,5 bzw. 35,0 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000 lag. Bayernweit nahm das BIP in jeweiligen Preisen im selben Zeitraum um 33,2 Prozent zu. Dabei wuchsen die Landkreise mit einer Zunahme um 34,5 Prozent etwas stärker als die kreisfreien Städte mit 31,6 Prozent. In den einzelnen Kreisen war das Wirtschaftswachstum im Landkreis Dingolfing-Landau mit 98,8 Prozent am höchsten. Es folgen Ingolstadt mit 95,9 Prozent und der Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm mit 90,9 Prozent.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in Bayern von 2000 bis 2011 um 33,2 Prozent. Die nun vorliegenden Ergebnisse auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise lassen eine regional differenzierte Betrachtung zu. Am stärksten war demnach das Wirtschaftswachstum mit 44,0 Prozent in den Kreisen des Regierungsbezirks Niederbayern. Es folgen die Oberpfalz (+38,5 Prozent) und Schwaben (+35,0 Prozent). Unterhalb des gesamtbayerischen Wirtschaftswachstums blieben vor allem Mittelfranken (+29,8 Prozent) sowie Oberfranken (+28,7 Prozent). In den einzelnen Kreisen selbst war das Wirtschaftswachstum im Landkreis Dingolfing-Landau mit 98,8 Prozent, Ingolstadt mit 95,9 Prozent sowie dem Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm mit 90,9 Prozent am höchsten. Diese Kreise liegen weit vor der auf Platz 4 befindlichen Stadt Coburg, das auf eine Zunahme von 66,6 Prozent kam. Am niedrigsten war das Wirtschaftswachstum in den Landkreisen Coburg (+4,0 Pro-zent), Bayreuth (+8,6 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (+9,3 Prozent).

Die stärkste Wirtschaftskraft, hier gemessen anhand des auf Bayern = 100 bezogenen Bruttoinlandsprodukts je Einwohner, hatten im Jahr 2011 die oberbayerischen Kreise mit einem Wert von 119,5. Es folgen Mittelfranken mit 94,3 und die Oberpfalz mit 91,9. Schlusslicht sind die oberfränkischen Kreise mit einem Wert von 82,1.

Auf Kreisebene liegen die Städte Ingolstadt und Schweinfurt mit Werten von 252,0 und 235,1 vor dem Landkreis München mit 222,2 an der Spitze. Es folgen die Städte Regensburg mit 207,7 und Erlangen mit 189,4. Die Landeshauptstadt München steht mit einem Wert von 161,0 auf dem neunten Platz.


Die Änderung des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen 2000 bis 2011 und das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner im Jahr 2011 in den bayerischen Regierungsbezirken

 

Regierungsbezirk

Bruttoinlandsprodukt

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2011

Änderung 2011 gegenüber 2000 in %

Bayern = 100

Niederbayern

44,0

88,9

Oberpfalz

38,5

91,9

Schwaben

35,0

88,6

Oberbayern

32,3

119,5

Unterfranken

29,9

88,8

Mittelfranken

29,8

94,3

Oberfranken

28,7

82,1

 

 

 

Bayern

33,2

100,0

davon

 

 

Kreisfreie Städte

31,6

148,7

Landkreise

34,5

80,2

 

 

Die zehn kreisfreien Städte und Landkreise mit der höchsten und der geringsten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen 2000 bis 2011

 

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Lkr. Dingolfing-Landau

98,8

Lkr. Coburg

4,0

Stadt Ingolstadt

95,9

Lkr. Bayreuth

8,6

Lkr. Pfaffenhofen a. d. Ilm

90,9

Lkr. Garmisch-Partenkirchen

9,3

Stadt Coburg

66,6

Stadt Fürth

10,7

Lkr. Neumarkt i. d. OPf.

58,1

Stadt Schwabach

11,0

Stadt Passau

55,0

Stadt Kaufbeuren

12,6

Lkr. Donau-Ries

54,7

Stadt Hof

13,6

Stadt Aschaffenburg

51,9

Lkr. Haßberge

16,0

Lkr. Bamberg

50,8

Stadt Rosenheim

16,1

Stadt Schweinfurt

50,7

Lkr. Bad Kissingen

17,2

_________________

 

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL).

 

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht P13 Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Bayern 2000, 2005 bis 2011 (Bestellnummer: P13003 201100, Preis der Druckausgabe: 20,50 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.