Auf einen Blick


Pressemitteilung

231/2013/45/B
München, den 13. August 2013

20 273 Personen in Bayern in 2012 der Bewährungshilfe unterstellt

68,7 Prozent erfolgreich beendete Bewährungsaufsichten im allgemeinen Strafrecht

2012 waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 20 273 Personen unter Bewährungshilfe gestellt, das waren 65 oder 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Von 24 314 Unterstellungen insgesamt erfolgten 5 291 oder 21,8 Prozent aufgrund von Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Beendet wurde die Bewährungsaufsicht in 8 413 Fällen, davon zu 64,7 Prozent bzw. in 5 445 Fällen erfolgreich. Im Jahr 2012 waren in Bayern insgesamt 354 Bewährungshelfer tätig.

Im Jahr 2012 lag die Zahl der Unterstellungen unter Bewährungsaufsicht bei 24 314, dies entspricht gegenüber dem Vorjahr mit 24 293 einer Zunahme um 0,1 Prozent. Nach Abzug von Fällen, in denen ein Verurteilter mehrfach unter Bewährungsaufsicht gestanden hat, ergeben sich 20 273 Unterstellte; dies ist gegenüber 2011 mit 20 208 Personen eine Zunahme um 0,3 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen 13 333 Unterstellungen auf den Oberlandesgerichtsbezirk (OLG-Bezirk) München, 6 268 auf den OLG-Bezirk Nürnberg und 4 713 auf den OLG-Bezirk Bamberg. Die Unterstellung wurde in 19 159 Fällen (78,8 Prozent) nach allgemeinem Strafrecht und in 5 155 Fällen (21,2 Prozent) nach Jugendstrafrecht angeordnet.

Von den 24 314 Unterstellungen waren 5 291 oder 21,8 Prozent wegen Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), 4 994 bzw. 20,5 Prozent aufgrund von Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (§§ 223 bis 231 StGB) und 4 142 oder 17,0 Prozent wegen Diebstahls sowie Unterschlagung (§§ 242 bis 248c StGB) angeordnet.

Die Zahl der beendeten Bewährungsaufsichten lag 2012 bei 8 413 und damit um 606 bzw. 6,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Dabei waren 87,7 Prozent oder 7 379 der aus der Bewährungsaufsicht entlassenen Personen männlich. 7 013 oder 83,4 Prozent der Probanden hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. In 5 445 Fällen (64,7 Prozent) endete die Unterstellung durch Bewährung, in 2 395 Fällen (28,5 Prozent) durch Widerruf und in 573 Fällen (6,8 Prozent) wurde die Bewährungsaufsicht durch die Einbeziehung in ein neues Urteil ab-geschlossen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Anteile nur unwesentlich zugunsten der durch Bewährung beendeten Unterstellungen verschoben; 2011: 64,1 Prozent (Bewährung), 28,9 Prozent (Widerruf) und 7,1 Prozent (neues Urteil). Differenziert nach angewandtem Strafrecht zeigt sich bei den Verurteilten nach Jugendstrafrecht mit 54,8 Prozent eine deutlich geringere Erfolgsquote (Anteil der durch Bewährung beendeten Unterstellungen) als bei den Verurteilten nach allgemeinem Strafrecht (68,7 Prozent).

Die Zahl aller Bewährungshelfer im Freistaat stieg gegenüber 2011 um 8 bzw. 2,3 Prozent auf 354. Davon waren 196 (55,4 Prozent) Frauen und 158 (44,6 Prozent) Männer. Die durchschnittliche Zahl der Probanden je Bewährungshelfer lag bei 57,3.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bewährungshilfestatistik in Bayern – 2012“ (Bestellnummer: B67003 201200, Preis der Druckausgabe: 17,30 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.