Auf einen Blick


Pressemitteilung

234/2013/34/C
München, den 14. August 2013

Bayerische Fleischproduktion im ersten Halbjahr 2013 um 1,6 Prozent gesunken

Rückgänge sowohl bei Rind- als auch bei Schweinefleisch

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen knapp 393 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 6 300 Tonnen bzw. 1,6 Prozent. Hierzu trug sowohl die Abnahme beim Schweinefleisch mit gut 4 000 Tonnen als auch beim Rindfleisch mit knapp 2 100 Tonnen bei. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres 246 900 Tonnen Schweinefleisch und 144 700 Tonnen Rindfleisch produziert.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 392 800 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Minus von 6 300 t bzw. 1,6 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen fast 63 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Schweinefleischproduktion um 1,6 Prozent (4 000 t) auf 246 900 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum wegen des geringfügig höheren Schlachtgewichts um 2,0 Prozent (52 100 Tiere) auf 2,57 Millionen ab. Rund 62 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (93 100 t bzw. 37,7 Prozent) und Oberbayern (60 200 t bzw. 24,4 Prozent) erzeugt.

Knapp 37 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 144 700 t fiel die produzierte Fleischmenge um 1,4 Prozent (2 100 t) niedriger aus als Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aufgrund eines um knapp 1 Prozent höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder um 2,1 Prozent (8 900 Tiere) auf 417 600 ab. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion lag im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 44 700 t (Anteil 30,9 Prozent) sowie in Schwaben mit 30 500 t (21,1 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von gut 1 200 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

Der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland fällt je nach Fleischart recht unterschiedlich aus. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch lediglich bei knapp einem Zehntel.


Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern im ersten Halbjahr 2013 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Oberbayern

 

 105 174 

 44 674 

  798 

 20 922 

 14 000 

 8 478 

  345 

  130 

 60 220 

  243 

  21 

  16 

 Niederbayern

 

 109 276 

 16 017 

  59 

 9 356 

 3 456 

 2 984 

  89 

  73 

 93 134 

  82 

  9 

  35 

 Oberpfalz

 

 25 795 

 14 482 

  61 

 4 248 

 7 023 

 3 040 

  54 

  56 

 11 152 

  125 

  10 

  26 

 Oberfranken

 

 61 668 

 23 224 

  45 

 7 261 

 11 904 

 3 835 

  100 

  79 

 38 388 

  32 

  7 

  17 

 Mittelfranken

 

 31 717 

 11 937 

  31 

 5 248 

 4 466 

 2 049 

  100 

  44 

 19 522 

  243 

  7 

  8 

 Unterfranken

 

 17 044 

 3 849 

  94 

 1 820 

 1 218 

  631 

  61 

  25 

 13 040 

  133 

  3 

  18 

 Schwaben

 

 42 131 

 30 548 

  348 

 12 564 

 12 720 

 4 527 

  284 

  105 

 11 402 

  169 

  8 

  4 

 

Bayern 1. Hj. 2013

 

 392 806 

 144 731 

 1 436 

 61 420 

 54 788 

 25 544 

 1 032 

  512 

 246 857  

 1 028 

  67 

  123 

1. Hj. 2012

 

 399 071 

 146 785 

 1 564 

 62 833 

 55 143 

 25 555 

 1 140 

  550 

 250 897 

 1 145 

  75 

  169 

Veränderung 2013

 

 

ggü. 2012 absolut

 

- 6 265 

- 2 054 

-  128 

- 1 414 

-  355 

-  11 

-  108 

-  39 

- 4 040 

-  117 

-  8 

-  46 

%

 

-  1,6 

-  1,4 

-  8,2 

-  2,3 

-  0,6 

-  0,0 

-  9,5 

-  7,0 

-  1,6 

-  10,2 

-  11,3 

-  27,4 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder , die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.