Auf einen Blick


Pressemitteilung

238/2013/42/A
München, den 19. August 2013

Knapp drei Viertel aller Erwerbstätigen arbeiteten 2012 in Vollzeit

Acht Prozent der abhängig Erwerbstätigen wiesen einen befristeten Arbeitsvertrag auf

Im Jahr 2012 gingen rund 6,6 Millionen Personen im Freistaat einer Erwerbstätigkeit nach, darunter waren insgesamt knapp 5,8 Millionen Erwerbstätige abhängig beschäftigt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, arbeiteten die meisten abhängig Erwerbstätigen in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis (92 Prozent). Acht Prozent der Arbeitsverträge enthielten eine Befristungsvereinbarung. Nahezu drei von vier Erwerbstätigen verdiente den eigenen Lebensunterhalt mit einem Vollzeitjob.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, gab es in Bayern 2012 insgesamt 6,6 Millionen Erwerbstätige. Darunter waren insgesamt 5,8 Millionen Erwerbstätige abhängig beschäftigt. Zu den abhängig Beschäftigten zählen Beamte, Arbeiter, Angestellte und Auszubildende. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, war die Mehrheit der abhängig Erwerbstätigen (ohne Auszubildende) unbefristet beschäftigt (92 Prozent), während acht Prozent in einem befristeten Arbeitsverhältnis standen.

Die Vollzeitquote der abhängig Erwerbstätigen lag im Jahr 2012 mit gut 73 Prozent im Vergleich zu 2002 gut vier Prozentpunkte unter dem damaligen Wert (fast 78 Prozent). Im Gegenzug stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten binnen zehn Jahren von gut 22 Prozent auf knapp 27 Prozent. Männer arbeiteten dabei nach wie vor öfter in Vollzeit als Frauen. Während männliche Erwerbstätige im Jahr 2012 zu rund 92 Prozent eine Vollzeittätigkeit ausübten, traf dies nur auf etwas mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen zu (fast 53 Prozent). Rund sechs von zehn Frauen benannten persönliche und familiäre Verpflichtungen als wichtigsten Grund für eine Teilzeitbeschäftigung, wohingegen dieser Beweggrund für Männer nur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielte (12 Prozent).


Methodischer Hinweis:
Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und fortgeschriebene Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2012 beruhen noch auf den Fortschreibungsergebnissen auf der Basis Volkszählung 1987. Eine Hochrechnung des Mikrozensus auf Grundlage der aktuellen Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus ist erst ab dem Mikrozensus 2013 vorgesehen, da die erforderlichen fortgeschriebenen Bevölkerungsdaten auf der Basis Zensus 2011 noch nicht vorliegen.


Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2012 – Teil II der Ergebnisse der 1%-Mikrozensuserhebung 2012“ (Bestellnummer: A62023 201200; Preis der Druckausgabe: 17,90 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de),
Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.