Auf einen Blick

Pressemitteilung

245/2013/55/A
München, den 26. August 2013

Patientenzahlen an bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen nahezu konstant

Durchschnittliche Verweildauer auch 2012 unverändert

Im Jahr 2012 standen in den bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 30 638 Betten zur Verfügung, 727 oder 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden 2012 nahezu 355 000 Patienten vollstationär behandelt, was einem geringfügigen Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die durchschnittliche Verweildauer lag 2012 erneut bei 24,3 Tagen und hat sich damit bereits seit zwei Jahren nicht verändert.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, standen im Jahr 2012 in den 280 bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen (-9 Einrichtungen ggü. 2011) 30 638 Betten für die stationäre Versorgung zur Verfügung, das sind 727 Betten weniger als im Vorjahr. Das Bettenangebot sank damit auf den niedrigsten Stand der vergangenen 21 Jahre.

Im Jahr 2012 stieg die Zahl der vollstationär behandelten Patienten auf rund 355 000 und damit im Vergleich zum Vorjahr um 2 916 Personen (+ 0,8 Prozent). Gleichzeitig zeigte sich auch ein geringfügiger Anstieg bei der Zahl der Pflegetage von 62 236 (+ 0,7 Prozent) auf rund 8,6 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen blieb mit 24,3 Tagen unverändert wie bereits in den letzten zwei Jahren.

Zwischen 1991 und 1995 stieg die Zahl der behandelten Patienten um 16,0 Prozent von rund 332 000 auf gut 385 000. Aufgrund der Umsetzung des Gesundheitsstrukturgesetzes kam es im Jahr 1997 zu einem heftigen Einbruch der Fallzahlen, die jedoch in den Folgejahren sukzessive wieder anstiegen. Mit knapp 389 000 Patienten wurde im Jahr 2000 die bislang höchste Zahl an Behandlungen erreicht. Bei den Pflegetagen zeigte sich die letzten 21 Jahre ein ähnlicher Verlauf. Die durchschnittliche Verweildauer in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen verkürzte sich von 29,2 Tagen im Jahr 1991 auf 24,3 Tage im Jahr 2012.

Bettenzahl und Patientenbewegung in bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen von 1991 bis 2012

Jahr

Vorsorge- oder

 

Patientenbewegung

Rehabilitations-

Aufgestellte Betten

Fallzahl

Pflegetage

durchschnittl. Verweildauer

Nutzungsgrad der Betten

einrichtungen

insgesamt

insgesamt

 

Anzahl

Tage

%

 

1991

310

  31 639

  332 176

9  713 512

29,2

84,1

1992

309

  32 274

  346 980

10  121 599

29,2

85,7

1993

316

  33 404

  353 554

10  338 134

29,2

84,8

1994

324

  35 423

  367 051

10  729 624

29,2

83,0

1995

331

  36 691

  385 451

11  265 535

29,2

84,1

1996

339

  37 894

  378 985

10  820 670

28,6

78,0

1997

342

  38 182

  303 137

8  089 024

26,7

58,0

1998

344

  37 628

  335 304

8  676 688

25,9

63,2

1999

346

  37 037

  370 710

9  278 630

25,0

68,6

2000

341

  36 599

  388 508

9  601 827

24,7

71,7

2001

329

  36 056

  385 992

9  529 034

24,7

72,4

2002

315

  34 436

  364 815

8  962 716

24,6

71,3

2003

305

  32 632

  330 974

8  226 070

24,9

69,1

2004

303

  32 603

  327 487

8  070 767

24,6

67,6

2005

302

  32 628

  332 032

8  143 550

24,5

68,4

2006

298

  31 278

  334 865

8  182 311

24,4

71,7

2007

302

  32 004

  361 220

8  719 927

24,1

74,7

2008

301

  31 795

  367 559

8  911 134

24,2

76,6

2009

299

  31 631

  366 085

8  906 153

24,3

77,1

2010

295

  31 502

  359 604

8  745 081

24,3

76,1

2011

289

  31 365

  351 784

8  539 820

24,3

74,6

2012

280

  30 638

  354 700

8  602 056

24,3

76,7



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2012“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.