Auf einen Blick

Pressemitteilung

24/2013/32/A
München, den 30. Januar 2013

Bayerns Erwerbstätige arbeiteten fast 9,69 Mrd. Stunden

Auch 2012 ist das Arbeitsvolumen im Freistaat weiter angestiegen

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung leisteten die Erwerbstätigen in Bayern im Jahr 2012 knapp 9,69 Mrd. Stunden. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Zunahme um 0,8 Prozent. Damit belegte Bayern in einem Ländervergleich zusammen mit Niedersachsen und Hamburg hinter Berlin, wo das Arbeitsvolumen um 1,8 Prozent zulegte, den zweiten Platz. Die konjunkturelle Abkühlung während des Jahres 2012 zeigte sich im Verarbeitenden Gewerbe. Hier wurde 2012 um 0,1 Prozent weniger gearbeitet als ein Jahr zuvor.

Die Erwerbstätigen in Bayern arbeiteten nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Jahr 2012 knapp 9,69 Mrd. Stunden. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Steigerung um 0,8 Prozent. Damit stieg das Arbeitsvolumen in Bayern nicht so stark an wie die Zahl der Erwerbstätigen, die sich 2012 um 1,5 Prozent erhöht hatte. Dennoch belegt Bayern in einem Vergleich mit den anderen Bundesländern zusammen mit Niedersachsen und Hamburg Platz zwei. Nur in Berlin erhöhte sich 2012 das Arbeitsvolumen mit 1,8 Prozent noch schneller. Deutschlandweit stieg es um 0,3 Prozent. Dabei schnitten die neuen Bundesländer (mit Berlin) mit einem Rückgang von 0,1 Prozent klar schlechter ab als die alten (ohne Berlin) mit einer Zunahme von 0,4 Prozent.

Anders als die Erwerbstätigenzahl war das Arbeitsvolumen in der Rezession von 2009 aufgrund der Ausweitung der Kurzarbeit deutlich eingebrochen. Dieser Einbruch konnte bereits im Jahr 2010 wieder aufgeholt werden, im Jahr 2012 wurde der Vorrezessionsstand von 2008 um 2,4 Prozent übertroffen.

Jeder Erwerbstätige arbeitete im Durchschnitt im Jahr 2012 1396 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 11 Stunden bzw. 0,8 Prozent. Damit lag Bayern in etwa im Rahmen der gesamtdeutschen Entwicklung (-0,7 Prozent). Die Pro-Kopf-Stundenzahl aus dem Vorrezessionsjahr 2008 wurde bis heute in keinem Bundesland wieder erreicht. Hierfür dürfte neben der Konjunktur auch der weitere Anstieg der Teilzeitbeschäftigung verantwortlich sein.

Im sehr exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe zeigte sich die im Verlauf des Jahres 2012 erfolgte konjunkturelle Abkühlung. Das Arbeitsvolumen sank hier gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent.

Bei den hier für das Jahr 2012 vorgelegten ersten, noch vorläufigen Länderergebnissen, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.



Das Arbeitsvolumen in den Bundesländern im Jahr 20121)

Land

Arbeitsvolumen

insgesamt

darunter

Verarbeitendes Gewerbe

Mrd. Stunden

Änderung zum Vorjahr in %

Mrd. Stunden

Änderung zum Vorjahr in %

Baden-Württemberg

7,95

0,4

2,03

– 0,6

Bayern

9,69

0,8

2,03

– 0,1

Berlin

2,55

1,8

0,17

– 1,4

Brandenburg

1,60

– 0,5

0,19

– 1,0

Bremen

0,57

0,4

0,08

0,3

Hamburg

1,67

0,8

0,14

– 1,7

Hessen

4,51

0,3

0,71

– 1,7

Mecklenburg-Vorpommern

1,09

– 0,9

0,12

– 1,8

Niedersachsen

5,24

0,8

0,88

0,4

Nordrhein-Westfalen

12,10

0,2

2,07

– 1,0

Rheinland-Pfalz

2,61

0,0

0,50

– 1,2

Saarland

0,71

– 0,3

0,15

– 0,7

Sachsen

2,92

– 0,3

0,51

0,3

Sachsen-Anhalt

1,49

– 1,5

0,24

– 1,3

Schleswig-Holstein

1,82

0,1

0,23

– 2,1

Thüringen

1,56

– 0,7

0,32

– 0,7

 

 

 

 

 

Deutschland

58,07

0,3

10,36

– 0,7

 

 

 

 

 

Nachrichtlich:

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

46,86

0,4

8,81

– 0,7

  – einschl. Berlin

49,42

0,5

8,98

– 0,7

Neue Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

8,65

– 0,7

1,38

– 0,6

  – einschl. Berlin

11,21

– 0,1

1,55

– 0,7

Quelle: Arbeitskreise „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“.

Berechnungsstand: Januar 2013. 1) Jahresdurchschnitt.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.