Auf einen Blick

Pressemitteilung

254/2013/56/E
München, den 30. August 2013

Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende Juni 2013 um 4,5 Prozent über Vorjahresniveau

Straßenbau am stärksten im Plus, unterdurchschnittlicher Zuwachs im Wohnungsbau

Die in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen verzeichneten Ende Juni 2013 einen Auftragsbestand in Höhe von 6,12 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 4,5 Prozent. Dabei verzeichneten alle Bausparten höhere Auftragsbestände als Ende Juni 2012 mit Ausnahme des Tiefbaus für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-32,8 Prozent). Vom gesamten Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende Juni 2013 entfielen knapp 1,2 Milliarden Euro bzw. 19,6 Prozent auf den Straßenbau (+22,0 Prozent) und gut 1,25 Milliarden Euro bzw. 20,4 Prozent auf den Wohnungsbau (+3,1 Prozent). Regional betrachtet sind die größten Anteile des aktuell festgestellten Auftragsbestandes den bauhauptgewerblichen Betrieben in Oberbayern (27,9 Prozent; -6,4 Prozent), der Oberpfalz (16,9 Prozent; +19,8 Prozent) und Nieder-bayern (16,3 Prozent; +4,6 Prozent) zuzurechnen.

Der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen bezifferte sich Ende Juni 2013 auf insgesamt 6,12 Milliarden Euro, womit der entsprechende Vorjahreswert um 4,5 Prozent übertroffen wurde. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag dabei der aktuelle Auftragsbestand nach Bausparten untergliedert im gewerblichen und industriellen Hochbau (einschl. landwirtschaftlichem Bau) mit 1,53 Milliarden Euro bzw. 25,0 Prozent wiederum am höchsten, in deutlichem Abstand gefolgt vom Wohnungsbau (1,25 Milliarden Euro bzw. 20,4 Prozent), vom Straßenbau (1,20 Milliarden Euro bzw. 19,6 Prozent) sowie vom gewerblichen und industriellen Tiefbau (903,5 Millionen Euro bzw. 14,8 Prozent). Ausgenommen den Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, für den sich im Vorjahresvergleich ein um 32,8 Prozent niedrigerer Auftragsbestand ergab, war für alle anderen Bausparten ein höherer Auftragsbestand festzustellen, wobei die jeweiligen Zuwachsraten zwischen +3,1 Prozent (Wohnungsbau) und +22,0 Prozent (Straßenbau) betrugen.

Bei einer regionalen Betrachtung auf der Ebene der Regierungsbezirke zeigt sich, dass die größten Anteile des bauhauptgewerblichen Auftragsbestandes den maßgeblichen Betrieben in Oberbayern (1,71 Milliarden Euro bzw. 27,9 Prozent), in der Oberpfalz (1,04 Milliarden Euro bzw. 16,9 Prozent) und in Niederbayern (1,00 Milliarden Euro bzw. 16,3 Prozent) zuzurechnen sind. Die vergleichbar geringsten Anteile ergaben sich für die drei fränkischen Regierungsbezirke, wobei dem Regierungsbezirk Unterfranken die Rolle des Schlusslichts zukam (448,0 Millionen Euro bzw. 7,3 Prozent). Während sich für Niederbayern, die Oberpfalz, Mittelfranken und Schwaben höhere Auftragsbestände als vor einem Jahr errechneten, ergaben sich für Oberbayern und Unterfranken deutlich niedrigere. Die relativ stärkste Zunahme des bauhauptgewerblichen Auftragsbestandes verzeichnete Mittelfranken (+44,7 Prozent gegenüber Ende Juni 2012), den stärksten Rückgang dagegen Unterfranken (-8,6 Prozent).


Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1000 Euro

Ende Juni 2013

Oberbayern

1 710 192 

 303 575 

 200 719 

 375 571 

 74 696 

 549 860 

 205 770 

Niederbayern

1 000 781 

 203 666 

 397 972 

 94 430 

 74 339 

 102 994 

 127 378 

Oberpfalz

1 035 892 

 165 256 

 323 416 

 101 954 

 129 705 

 168 777 

 146 785 

Oberfranken

 492 079 

 96 948 

 129 191 

 22 730 

 36 633 

 136 655 

 69 923 

Mittelfranken

 574 142 

 176 532 

 177 444 

 56 518 

 49 685 

 45 354 

 68 609 

Unterfranken

 448 046 

 73 374 

 96 068 

 88 710 

 73 909 

 64 854 

 51 131 

Schwaben

 860 520 

 231 826 

 203 885 

 163 597 

 54 357 

 129 078 

 77 778 

Bayern

6 121 652 

1 251 178 

1 528 694 

 903 510 

 493 324 

1 197 571 

 747 375 

Veränderungen in % gegenüber Ende Juni 2012

Oberbayern

-6,4

-11,1

-20,3

65,9

41,5

38,2

-63,0

Niederbayern

4,6

-3,0

-0,8

16,4

-1,4

31,5

15,6

Oberpfalz

19,8

38,4

49,3

-40,8

71,6

12,8

11,8

Oberfranken

-0,5

-20,9

87,8

-54,3

-33,5

7,0

-1,3

Mittelfranken

44,7

62,5

85,7

4,5

96,0

55,9

-18,5

Unterfranken

-8,6

-14,4

-24,0

70,0

7,3

5,5

-46,5

Schwaben

3,6

2,5

-3,3

26,7

-14,1

-6,4

23,0

Bayern

4,5

3,1

11,5

18,1

18,5

22,0

-32,8

 

 

 

 

 

 

 

 

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Juli 2013“ (Bestellnummer: E21003 201307). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.