Auf einen Blick


Pressemitteilung

262/2013/57/B
München, den 11. September 2013

Aktuelle Ausgabe der Internationalen Bildungsindikatoren

Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter ermöglicht Ländervergleiche

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist eine neue Ausgabe der „Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ erschienen. In dieser Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder werden ausgewählte Indikatoren der OECD-Veröffentlichung „Bildung auf einen Blick“ dargestellt. Damit wird anhand international standardisierter Indikatoren ein Vergleich der Bildungssituation in den Bundesländern und deren Einordnung anhand des OECD-Durchschnitts ermöglicht.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-Operation and Development - OECD) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens in ihren Mitgliedsstaaten. Die OECD-Publikation „Bildung auf einen Blick“ wird nun zum achten Mal durch eine Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ergänzt, in der ausgewählte
OECD-Indikatoren für Deutschland und seine Länder präsentiert werden. Das Bildungswesen ist im föderalen System Deutschlands eine Kernaufgabe der Länder. Auf der Basis international standardisierter Indikatoren wird damit u. a. ein Vergleich von Bildungsstand, Bildungsbeteiligung, Bildungsausgaben und -erträgen zwischen den Ländern und mit dem OECD-Durchschnitt möglich.

So verfügten nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 2011 im Freistaat rund 30 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 25 und 64 Jahren über einen tertiären Ausbildungsabschluss. Dazu rechen u. a. Fachschulabschlüsse, Meister-/Technikerausbildung, Hochschulabschlüsse und Promotionen. Im Bundesdurchschnitt lag der Wert für dieses Ausbildungsniveau bei etwa 27 Prozent (OECD-Durchschnitt: 32 Prozent). Der Abschluss des Sekundarbereichs II (u. a. Abschluss einer Lehrausbildung, einer Berufsfachschule, Hochschulreife) wird in der Europäischen Union als Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt angesehen. Bei den 25- bis 34-Jährigen konnten in Bayern 90 Prozent mindestens dieses Ausbildungsniveau vorweisen. Bayern nimmt hier einen Spitzenplatz unter den Ländern ein (Deutschland: 87 Prozent, OECD-Durchschnitt: 82 Prozent).

Auch bei der Beschäftigungssituation hat Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern eine überdurchschnittlich gute Position. So lag die Beschäftigungsquote von Personen mit Abschlüssen im Tertiärbereich in Bayern bei 88,8 Prozent (Deutschland: 87,9 Prozent,
OECD-Durchschnitt: 83,0 Prozent). Auch bei den anderen Qualifikationsniveaus belegt Bayern vordere Plätze.

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen betrugen 2010 in Bayern pro Schüler bzw. Studierenden im Durchschnitt 8 900 Euro, das waren rund 600 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt und
1 400 Euro mehr als im OECD-Durchschnitt.

Die neue Gemeinschaftsveröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ kann im gemeinsamen Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (www.statistik-portal.de - Bildungsindikatoren, Ausgabe 2013) als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.