Auf einen Blick


Pressemitteilung

282/2013/42/A
München, den 30. September 2013

Zum Tag der älteren Menschen am 1. Oktober

Knapp 23 Prozent aller Privathaushalte sind Seniorenhaushalte

Im Freistaat gab es nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Jahr 2012 rund 1,79 Millionen Haushalte, in denen mindestens eine Person im Alter von 65 Jahren oder älter war. Darunter zählten 1,39 Millionen zu den „reinen“ Seniorenhaushalten, das entsprach knapp 23 Prozent der Privathaushalte in Bayern (6,16 Mill.). Die Haushalte älterer Menschen waren im Durchschnitt durch eine kleinere Haushaltsgröße gekennzeichnet als bei jüngeren Generationen. Jede dritte ältere Person führte einen Einpersonenhaushalt, wobei insbesondere Seniorinnen aufgrund eines hohen Verwitwetenanteils alleine lebten. Knapp 59 Prozent der Seniorengeneration lebten in einem Zweipersonenhaushalt und bei acht Prozent umfasste der Haushalt mindestens drei Personen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen am 1. Oktober mitteilt, gab es in Bayern im Jahr 2012 rund 1,79 Millionen Haushalte, in denen mindestens eine Person im Alter von 65 Jahren oder älter lebte. Damit wohnte nach den Ergebnissen des Mikrozensus in knapp drei von zehn Privathaushalten (29 Prozent der insgesamt rund 6,16 Mill. Haushalte) zumindest eine ältere Person. Mehr als drei Viertel (gut 78 Prozent) aller Haushalte mit wenigstens einer über 65 jährigen Person stellten „reine“ Seniorenhaushalte dar, in denen sämtliche Haushaltsmitglieder die Altersgrenze von 65 Jahren bereits überschritten hatten. Die Seniorenhaushalte (1,39 Mill.) machten damit einen Anteil von knapp 23 Prozent aller Privathaushalte aus.

Rund ein Drittel (gut 33 Prozent) der älteren Menschen im Freistaat lebte 2012 in einem Einpersonenhaushalt, knapp 59 Prozent teilten sich den Haushalt mit einer weiteren Person und fast acht Prozent bewohnten einen Mehrpersonenhaushalt mit drei oder mehr Personen. Vom Alleinleben waren insbesondere Seniorinnen betroffen, deren Alleinlebendenquote diejenige der Senioren mit rund 45 gegenüber 19 Prozent deutlich übertraf.

Der hohe Alleinlebendenanteil der Seniorinnen in Privathaushalten spiegelte sich auch in deren Familienstand wider. Ältere Frauen waren dabei im Vergleich zu Senioren weitaus häufiger vom Verlust des Ehepartners betroffen. Von ihnen waren im Jahr 2012 gut 40 Prozent verwitwet, wohingegen dies nur für etwa jeden neunten älteren Mann (gut elf Prozent) zutraf. Entsprechend fiel der Anteil der Seniorinnen, die mit ihrem Ehepartner zusammen lebten, geringer aus als bei den Senioren (knapp 47 Prozent gegenüber gut 75 Prozent). Rund fünf Prozent der Seniorengeneration waren ledig, weitere knapp acht Prozent zählten zu den Geschiedenen oder verheirateten, aber getrennt lebenden Personen.


Methodischer Hinweis:
Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und fortgeschriebene Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2012 beruhen noch auf den Fortschreibungsergebnissen auf der Basis Volkszählung 1987. Eine Hochrechnung des Mikrozensus auf Grundlage der aktuellen Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus ist erst ab dem Mikrozensus 2013 vorgesehen, da die erforderlichen fortgeschriebenen Bevölkerungsdaten auf der Basis Zensus 2011 noch nicht vorliegen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.