Auf einen Blick


Pressemitteilung

285/2013/54/K
München, den 01. Oktober 2013

Mehr als 66 600 junge Menschen in Bayern erhielten Ende 2012 Kinder- und Jugendhilfe

Erziehungsberatung war erneut die mit Abstand häufigste Hilfeart

Im Jahr 2012 wurden in Bayern wieder eine Vielzahl von Hilfen im Rahmen des Sozialgesetzbuches SGB - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2012 die häufigste Hilfeart.

Für 66 315 (-1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) junge Menschen wurden im Jahr 2012 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 64 508 (-0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurden Hilfen 2012 beendet und für 66 621 junge Menschen (+0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhielten von den 66 621 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 19 458 Personen oder 29 Prozent Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Bei 8 360 jungen Menschen fand die Beratung mit der Familie, das heißt mit Eltern und Kind, statt.

In 8 867 Fällen wurde die Beratung vorrangig mit den Eltern und in 2 231 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen durchgeführt. Von den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren 10 639 Buben beziehungsweise junge Männer (55 Prozent) und 8 819 Mädchen beziehungsweise junge Frauen (45 Prozent).

13 546 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (13 474) war hier eine Zunahme von 0,5 Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 158 (53 Prozent) männlich und 6 388 (47 Prozent) weiblich.

9 274 seelisch behinderte junge Menschen bezogen Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (8 858) eine Zunahme von fast 5 Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen wurden 6 713 ambulant/teilstationär, 2 502 in einer Einrichtung und 59 bei einer Pflegeperson durchgeführt. 6 405 (69 Prozent) der Hilfeempfänger waren männlich und 2 869 (31 Prozent) weiblich.

7 503 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, von diesen waren 3 794 Buben beziehungsweise junge Männer und 3 709 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Jahresende 2011 mit 7 416 jungen Menschen war hier eine Zunahme von 1,2 Prozent zu verzeichnen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 38 308 (57 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen gegenüber 28 312 Mädchen beziehungsweise jungen Frauen (43 Prozent).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.