Auf einen Blick


Pressemitteilung

288/2013/34/C
München, den 04. Oktober 2013

Zum Erntedankfest

Teils erhebliche Ernteeinbußen durch ungünstige Witterung

Die schon sehr alte Tradition des Erntedankfestes erinnert jedes Jahr wieder an die große Bedeutung der Landwirtschaft für eine ausreichende Nahrungsversorgung der Bevölkerung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hat es in Bayern trotz der teils ungünstigen Witterung nach den noch vorläufigen Ergebnissen erstmals seit vier Jahren wieder eine überdurchschnittliche Getreideernte (ohne Körnermais) von fast sieben Millionen Tonnen gegeben. Auf das Brotgetreide (Weizen und Roggen) entfallen hierbei knapp 4,3 Millionen Tonnen. Bei Kartoffeln wird aufgrund der witterungsbedingten erheblichen Ertragseinbußen dagegen nur mit einer Ernte von knapp 1,4 Millionen Tonnen gerechnet, der niedrigsten Erntemenge der Nachkriegszeit. Auch ein vielfältiges Gemüseangebot steht wieder zur Verfügung. Aufgrund der bereits vielfach genutzten witterungsunabhängigen Anbautechniken brachte die Spargelsaison nach vorläufigen Berechnungen eine überdurchschnittliche Ernte von gut 14 000 Tonnen. Neben Spargel werden in Bayern in größerem Umfang auch Speisezwiebeln, Einlegegurken und diverse Salate angebaut. Im Obstanbau wird eine Apfelernte von etwa 31 000 Tonnen veranschlagt.

Nach dem derzeit noch vorläufigen Ergebnis hat es dieses Jahr in Bayern erstmals seit vier Jahren wieder eine überdurchschnittliche Getreideernte (ohne Körnermais) von fast sieben Millionen Tonnen gegeben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfallen hiervon knapp 4,3 Millionen Tonnen auf Brotgetreide, das sind Weizen und Roggen. Mit einem Anteil von annähernd 94 Prozent der Brotgetreideernte ist der Weizen eindeutig dominierend. Während die Weizenernte mit 4,0 Millionen Tonnen den langjährigen Durchschnitt um fast ein Zehntel übertraf, waren es beim Roggen (270 000 Tonnen) knapp 20 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war beim Weizen im Wesentlichen eine Steigerung des Hektarertrags um fast sieben Prozent, beim Roggen eine Zunahme der Anbaufläche um 23 Prozent. Pro Kopf der in Bayern lebenden Bevölkerung wurden rund 342 kg Brotgetreide eingebracht.

Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2013 haben Bayerns Landwirte ersten Schätzungen zu Folge aufgrund der für den Kartoffelanbau äußerst ungünstigen Witterungsverhältnisse (nasskaltes Frühjahr, teilweise Überschwemmungen Anfang Juni sowie Hitze und Trockenheit in der Hauptwachstumsphase im Sommer) lediglich knapp 1,4 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Dies ist die niedrigste Kartoffelernte in Bayern seit Ende des zweiten Weltkriegs. Jeder Einwohner des Freistaats kann folglich mit 108 kg heimischen Kartoffeln versorgt werden, im Vorjahr waren es 149 kg.

Im Freistaat wird auch eine Vielfalt an Gemüse angebaut. Die von der Anbaufläche bedeutendsten Gemüsearten sind Spargel, Speisezwiebeln, Einlegegurken, Karotten, diverse Salate sowie Weißkraut. Für 2013 liegt derzeit nur ein vorläufiges Ergebnis für Spargel vor. Hiernach wurde in der diesjährigen Spargelsaison eine überdurchschnittliche Erntemenge von gut 14 000 Tonnen „gestochen“.

Zur gesunden Ernährung gehört auch der Verzehr von Obst. Hier überwiegt in Bayern der Apfelanbau. Die diesjährige Apfelernte wird sich voraussichtlich auf rund 31 000 Tonnen belaufen. Bei Birnen wird eine Ernte von etwa 4 800 Tonnen erwartet. In beiden Fällen wird die Ernte deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Pro Kopf der Bevölkerung Bayerns stünden somit aus heimischem Anbau 2,5 kg Äpfel und etwa 380 g Birnen zur Verfügung.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.