Auf einen Blick


Pressemitteilung

291/2013/55/A
München, den 10. Oktober 2013

Zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2013

Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen von Polyarthritis- und Arthrose-Patienten seit 2000 um gut ein Drittel gestiegen

Im Jahr 2011 fanden in bayerischen Krankenhäusern 74 752 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit Rheuma (Polyarthritis und Arthrose) statt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages mitteilt, sind das 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr und gut ein Drittel mehr als noch elf Jahre zuvor. Der Anteil der Behandlungen weiblicher Patienten betrug rund 60 Prozent. Bei nahezu 61 Prozent der Rheuma-Behandlungen waren die Patienten 65 Jahre oder älter. In den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wurden im Jahr 2011 weitere 42 521 Behandlungsfälle ermittelt. Dies entsprach einem Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Anstieg um rund 25 Prozent ge-genüber 2003.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des
Welt-Rheuma-Tages mitteilt, wurden im Jahr 2011 in bayerischen Krankenhäusern 74 752 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose Polyarthritis und Arthrose durchgeführt, was einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der durchschnittliche Klinikaufenthalt der Patienten dauerte 10,5 Tage und fiel damit um 3 Tage länger aus als der Durchschnitt der vollstationär behandelten Personen.

Die langjährige Betrachtung zeigt einen Aufwärtstrend. So stieg die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten im Krankenhausbereich fast kontinuierlich
von 55 661 im Jahr 2000 auf 74 756 im Jahr 2009. Die Zahl der Behandlungsfälle nahm damit von 2000 bis 2011 um gut ein Drittel zu.

Weit mehr als die Hälfte (59,8 Prozent) aller aufgrund von Polyarthritis und Arthrose bedingten stationären Behandlungsfälle betraf weibliche Patienten. In rund 60 Prozent der Fälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter.

Weiterhin wurden im Jahr 2011 in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) 42 521 Behandlungen von Patienten mit Rheuma durchgeführt, ca. 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 21,6 Tage und lag damit um 3,1 Tage unter dem Durchschnitt aller in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vollstationär versorgten Patienten.

Betrachtet man die Entwicklung der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten in den letzten neun Jahren in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten, welche erst seit dem Jahr 2003 statistisch erfasst werden, so zeigt sich ein fast kontinuierlicher Anstieg von 34 082 Fällen im Jahr 2003 auf 44 719 im Jahr 2010. Im Berichtsjahr 2011 sank die Zahl der Behandlungsfälle erstmals um 4,9 Prozent auf 42 521. In Summe entspricht dies in den Jahren 2003 bis 2011einem Anstieg von 24,8 Prozent.

Wie in den Krankenhäusern überwog auch in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen die Zahl der Behandlungsfälle weiblicher Patienten (25 309) mit 59,5 Prozent. Ähnliche Zahlen zeigen sich bei der Betrachtung der Altersverteilung. In 56,9 Prozent der Behandlungsfälle waren die Patienten mindestens 65 Jahre alt.

Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hierbei werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.





Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2012“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail(vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.