Auf einen Blick

Pressemitteilung

293/2013/55/A
München, den 10. Oktober 2013

Zahl der Entbindungen in Bayerns Krankenhäusern 2012 um 3,7 Prozent gestiegen

Fast jede dritte Entbindung erfolgte durch Kaiserschnitt

In den bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation wurden im Jahr 2012 rund 104 000 Entbindungen (+3,7 Prozent) registriert. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurde bei fast einem Drittel der Entbindungen ein Kaiserschnitt vorgenommen. Obwohl die Zahl der Entbindungen seit 1991 um 21,4 Prozent abgenommen hat, ist die Zahl der Kaiserschnittgeburten um 58,5 Prozent gestiegen.

Im Jahr 2012 wurden in bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation
104 483 Entbindungen registriert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entsprach dies einer Steigerung von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei 32,4 Prozent (33 819) der Entbindungen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. In 6,4 Prozent (6 662) der Entbindungsfälle wurde die Saugglocke (Vakuumextraktion) und bei 0,3 Prozent (313) die Geburtszange eingesetzt.

Seit dem Jahr 1991 ist die Gesamtzahl der Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von damals 132 897 um 21,4 Prozent gesunken. Die Zahl der Entbindungen mittels Kaiserschnitt stieg jedoch stetig an. So betrug der Anteil der Kaiserschnittentbindungen im Jahr 1991 16,1 Prozent. Im Jahr 2012 lag der Anteil der Kaiserschnittgeburten dagegen mit 32,4 Prozent fast doppelt so hoch.

Andere Maßnahmen zur Geburtshilfe wie die Zangengeburt wurden vor 22 Jahren 2 061 Mal angewandt, im Jahr 2012 nur noch 313 Mal (-84,8 Prozent). Die Vakuumextraktion wurde im Jahr 1991 noch 8 860 Mal eingesetzt, im Jahr 2012 hingegen nur noch in 6 662 Fällen (-24,8 Prozent).

Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von 1991 bis 2012

Jahr

Entbindungen

darunter Entbindungen durch

Anzahl

Veränderung ggü.
dem Vorjahr in %

Kaiserschnitt

Zangengeburt

Vakuumextraktion

Anzahl

in  %

Anzahl

in  %

Anzahl

in  %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1991

 132 897

-

 21 340

16,1

 2 061

1,6

 8 860

6,7

1992

 132 303

-0,4

 21 693

16,4

 1 794

1,4

 8 641

6,5

1993

 131 520

-0,6

 22 095

16,8

 2 088

1,6

 8 925

6,8

1994

 126 063

-4,1

 22 297

17,7

 1 588

1,3

 8 021

6,4

1995

 124 199

-1,5

 21 711

17,5

 1 608

1,3

 7 832

6,3

1996

 127 719

2,8

 23 439

18,4

 1 655

1,3

 7 664

6,0

1997

 128 872

0,9

 24 915

19,3

 1 575

1,2

 7 536

5,8

1998

 124 270

-3,6

 24 767

19,9

 1 381

1,1

 6 893

5,5

1999

 120 667

-2,9

 24 644

20,4

 1 309

1,1

 6 970

5,8

2000

 118 409

-1,9

 25 560

21,6

 1 139

1,0

 6 467

5,5

2001

 113 997

-3,7

 26 325

23,1

  995

0,9

 6 170

5,4

2002

 111 045

-2,6

 27 847

25,1

  776

0,7

 5 694

5,1

2003

 109 584

-1,3

 29 002

26,5

  639

0,6

 5 006

4,6

2004

 107 291

-2,1

 29 656

27,6

  682

0,6

 5 175

4,8

2005

 104 432

-2,7

 29 770

28,5

  557

0,5

 5 272

5,0

2006

 101 705

-2,6

 30 883

30,4

  458

0,5

 5 265

5,2

2007

 103 833

2,1

 31 955

30,8

  570

0,5

 5 534

5,3

2008

 103 463

-0,4

 33 341

32,2

  449

0,4

 5 641

5,5

2009

 100 405

-3,0

 33 196

33,1

  418

0,4

 5 778

5,8

2010

 101 977

1,6

 33 348

32,7

  423

0,4

 5 961

5,8

2011

 100 788

-1,2

 33 593

33,3

  431

0,4

 6 121

6,1

2012

 104 483

3,7

 33 819

32,4

  313

0,3

 6 662

6,4

 



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2012“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.