Auf einen Blick

Pressemitteilung

306/2013/55/A
München, den 23. Oktober 2013

Knapp drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte in Bayern 2012

Kreislauferkrankungen häufigster Anlass für Klinikaufenthalt

Fast drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte wurden in Bayern im Jahr 2012 gezählt, das waren etwa 41 000 (1,4 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren Kreislauferkrankungen (14,2 Prozent) der häufigste Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen (11,1 Prozent) sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (10,3 Prozent). Die häufigste Hauptdiagnose war – lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (rund 75 500) unberücksichtigt – mit nahezu 58 000 Fällen die Herzinsuffizienz.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2012 in den 369 bayerischen Krankenhäusern knapp drei Millionen Mal Patienten vollstationär behandelt (2 935 432). Das sind etwa 41 000 vollstationäre Krankenhausaufenthalte (1,4%) mehr als noch 2011. In rund 42,5 Prozent (gut 1,2 Millionen) aller vollstationärer Behandlungsfälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei
54,1 Jahren.

Der mit Abstand häufigste Anlass für vollstationäre Behandlungen waren im Jahr 2012 die Krankheiten des Kreislaufsystems mit 14,2 Prozent (rund 418 000 Fälle), gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen mit 11,1 Prozent, was rund 326 000 Fällen entspricht. Den dritten Rang nahmen mit 10,3 Prozent bzw. rund 303 000 Fällen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes ein.

Lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (rund 75 500) unberücksichtigt, war mit nahezu 58 000 Fällen die Herzinsuffizienz die häufigste Hauptdiagnose, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (rund 53 000 Fälle) und den Verletzungen im Schädel wie z.B. Verletzung des Hirns, Hirntrauma und Gehirnerschütterung
(rund 45 000 Fälle).
 
Hinweis:
Diese Angaben gehen aus der erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hier werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten
(einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.



Aus Krankenhäusern  in Bayern entlassene Patienten (einschl. Sterbefälle und Stundenfälle) 2012

nach Altersgruppen und Diagnosen1)

Diagnose/Behandlungsanlass
darunter Hauptdiagnosen

Entlassene vollstationär behandelte Patienten

insgesamt

davon im Alter von … Jahren

unter 5

5 bis unter 25

25 bis unter 45

45 bis unter 65

65 oder mehr

 

Bestimmte infektiöse u. parasitäre Krankheiten

 91 530

 10 397

 13 261

 10 996

 15 778

 41 098

Gut- und bösartige Neubildungen

 267 086

 2 267

 6 918

 22 698

 93 036

 142 167

darunter bösartige Neubildungen

 215 761

 1 526

 4 626

 12 285

 72 890

 124 434

Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe sowie bestimmter Störungen mit Beteiligung des Immunsystems

 17 418

  592

 1 276

 1 367

 3 143

 11 040

Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten

 75 521

  592

 4 155

 7 695

 19 809

 43 270

Psychische und Verhaltensstörungen

 191 745

  721

 32 629

 60 052

 66 237

 32 106

darunter Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol

 53 002

  8

 9 699

 16 929

 22 675

 3 691

Krankheiten des Nervensystems

 109 558

 2 230

 10 489

 16 630

 32 802

 47 407

Krankheiten des Auges und des Augenanhangsgebildes

 43 961

  639

 2 061

 2 961

 10 519

 27 781

Krankheiten des Ohres und des Warzenfortsatzes

 20 480

 1 152

 1 869

 3 477

 7 010

 6 972

Krankheiten des Kreislaufsystems

 418 249

  495

 5 180

 20 810

 104 204

 287 560

darunter Ischämische Herzkrankheiten

 91 681

  3

  62

 2 589

 28 673

 60 354

darunter Herzinsuffizienz

 57 904

  7

  31

  385

 5 490

 51 991

Krankheiten des Atmungssystems

 170 580

 19 330

 22 729

 22 423

 30 853

 75 245

Krankheiten des Verdauungssystems

 274 414

 3 741

 27 195

 43 018

 80 909

 119 551

Krankheiten der Haut und der Unterhaut

 43 699

 1 984

 7 550

 9 641

 11 531

 12 993

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems u. Bindegewebes

 303 028

 1 178

 17 070

 40 120

 115 526

 129 134

Krankheiten des Urogenitalsystems

 149 069

 2 485

 12 147

 27 388

 41 051

 65 998

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

 142 778

-

 21 460

 120 950

  368

-

Bestimmte Zustände mit Ursprung in der Perinatalperiode

 27 810

 27 807

  3

-

-

-

Symptome und abnorme klinische u. Laborbefunde, a.n.k.

 149 007

 4 425

 23 000

 24 704

 35 860

 61 018

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen

 326 367

 13 403

 53 193

 49 152

 74 027

 136 592

darunter Verletzungen im Schädel (Intrakranielle)

 44 998

 6 115

 13 083

 5 537

 6 297

 13 966

Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen

 96 467

 79 170

 1 719

 3 472

 5 373

 6 733

darunter gesunde Neugeborene

 75 489

 75 489

-

-

-

-

Sonstige

 16 665

 7 929

 4 794

 1 909

 1 400

  633

 

Insgesamt

2 935 432

 180 537

 268 698

 489 463

 749 436

1 247 298

1) Im Berichtsjahr mehrmals vollstationär behandelte Patienten sind entsprechend oft gezählt.



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2012“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 11,90 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.



Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.